Polizistensohn Max tötet Familienväter auf Drogen

Ascot (Großbritannien) - Max Coopey (18), Sohn eines Polizeibeamten, hat 2018 unter Drogeneinfluss zwei Familienväter tot gefahren. Ins Gefängnis musste der Teenager dafür nicht. Die Hinterbliebenen fordern jetzt die Wiederaufnahme des Falls.

Max Coopey (18) muss sich am Dienstag erneut vor Gericht verantworten.
Max Coopey (18) muss sich am Dienstag erneut vor Gericht verantworten.  © Screenshot/Twitter/newsypeople

Bei den Opfern des Teenagers handelte es sich um die beiden Familienväter Jason Imi (48) und John Shackley (61). Beide waren sofort tot, so die "Sun".

Seine Strafe damals: Umgerechnet etwa 121 Euro, 100 Stunden gemeinnützige Arbeit und zwei Jahre Fahrverbot.

Der Grund für die geringe Strafe war damals, dass der Richter ihn nicht für seine Todesfahrt verurteilte, sondern "nur" für das Fahren unter Drogeneinfluss.

Nach Angaben der Thames Valley Police hätte es nämlich nicht genügend Beweise dafür gegeben, dass der damals 17-Jährige zu schnell oder gefährlich gefahren sei. Somit konnte ihm nicht eindeutig die Schuld zugewiesen werden.

Der Teenager selbst sagte aus, dass er zwar THC im Blut gehabt hätte, aber "nur weil etwas in deinem Blut ist, bedeutet das nicht, dass du unter dem Einfluss stehst. Google es."

Den Hinterbliebenen der verstorbenen Väter war das Urteil nicht hart genug.

Zwei Männer hat Max Coopey (18) auf dem Gewissen

Noch heute sind sie entsetzt und wollen, dass die "Tat" neu verhandelt wird: "Coopey sitzt im Grunde genommen da und lacht uns aus. Wir können nicht ruhen und wir können nicht trauern. Wir bekommen überhaupt keine Gerechtigkeit und werden nicht angemessen behandelt", so die Tochter des verstorbenen John Shackley.

Auch die Witwe von Jason Imi hat kein Verständnis für das Urteil, und noch weniger für das Verhalten der Familie des Todesfahrers: "Seine Eltern sind beide Polizisten im Dienst, aber beide haben keinen Anstand - sie haben nicht einmal versucht, sich für unseren Verlust zu entschuldigen."

Nur wenige Monate nach der Verhängung seiner doch recht milden Strafe, wurde der heute 18-Jährige verbotenerweise beim Autofahren erwischt. Dafür muss sich Max Coopey am Dienstag vor Gericht verantworten, so die "Sun", und könnte jetzt sogar ins Gefängnis kommen.

Für die Witwe des verstorbenen John Shackley ist das allerdings ein Schlag ins Gesicht. "Dass er wegen unversichertem Fahren ins Gefängnis kommt, aber nicht, weil er zwei Menschen getötet hat", kann sie nicht verstehen.

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