Mit Messer bedroht: Schon wieder schießt eine Polizistin

Rostock - Eine Polizistin hat in Rostock am Sonntagabend einem mutmaßlichen Autodieb in den Oberschenkel geschossen.

Der Bereich um den Tatort wurde großräumig abgesperrt.
Der Bereich um den Tatort wurde großräumig abgesperrt.  © Rostock News

Zuvor habe der Tatverdächtige die Beamtin mit einem Messer bedroht, sagte ein Polizeisprecher am Montagmorgen.

Die Polizei war von einer Zeugin über einen verdächtigen Mann informiert worden, der sich im Stadtteil Lichtenhagen an einem parkenden Auto zu schaffen machte.

Nach Angaben des Sprechers traf eine Polizeistreife den Verdächtigen vor Ort an.

Nach Darstellung der Polizei holte dieser ein Messer hervor und bedrohte die Beamten.

Der Mann soll auch nach wiederholter Aufforderung das Messer nicht fallengelassen haben.

Daraufhin schoss ihm die Polizistin ins Bein. Der Verdächtige wurde in ein Krankenhaus gebracht.

Erst am Freitag gab es einen tödlichen Schusswaffen-Zwischenfall in einem Zug in Flensburg. Auch hier soll ein Mann mit einem Messer auf eine Polizistin losgegangen sein. Die Beamtin erschoss den Angreifer (TAG24 berichtete).

Update, 11.56 Uhr: Bei dem Angeschossenen handelt es sich um einen 28-Jährigen. Wie der Sprecher der Rostocker Staatsanwaltschaft sagte, habe eine Polizeistreife den Verdächtigen angetroffen. Er habe sich in keiner Weise kooperativ gezeigt, sondern sei mit einem Messer mit einer 20 Zentimeter langen Klinge auf die Polizeibeamten zugegangen.

Diese drohten mit dem Gebrauch der Schusswaffe, was dieser nach den Aussagen der Polizisten mit dem Ruf "Ich stech' Euch alle ab" beantwortete, wie der Staatsanwalt sagte.

In der Folge sei der Schuss gefallen. "Aus meiner Sicht gibt es momentan keine Anhaltspunkte, an der Verhältnismäßigkeit des Schusswaffeneinsatzes zu zweifeln", sagte der Staatsanwalt. Die Ermittlungen dauerten an. Der Verdächtige wurde in ein Krankenhaus gebracht.

Titelfoto: Rostock News