Frau lässt Reservierung verfallen: Das Restaurant reagiert abartig

Pontcanna - Die Britin Emily Quinlan wollte gemütlich in einem Lokal in Cardiff essen gehen, bis ihr etwas dazwischen kam. Ihre Absage löste ein regelrechtes Erdbeben aus.

Viele Wirtshäuser und Lokale müssen sich gegen Absagen von Reservierungen wehren.
Viele Wirtshäuser und Lokale müssen sich gegen Absagen von Reservierungen wehren.  © dpa (Symbolbild)

Ganz offensichtlich fühlten sich Mitarbeiter bei Bully's Restaurant davon auf den Schlips getreten, dass die junge Frau ihre Tisch-Reservierung verfallen ließ und rächten sich an Quinlan.

Schon am nächsten Tag war auf der Twitter-Seite des Unternehmens die Reservierungsanfrage samt persönlicher Daten der Waliserin zu sehen. Der Besitzer war scheinbar so wütend über die Abweisung, dass er sich zu diesem Schritt entschied.

Der Fall schlug hohe Wellen, sodass auch britische Medien darauf aufmerksam wurden. Quinland war entsetzt, wie das Restaurant den Datenschutz vernachlässigte.

"Ich werde dies an das Büro der Informationsbehörde weiterleiten. Ihr völliger Mangel an Professionalität und Anstand führt dazu, Kunden zu verlieren", war laut Daily Mail ihre empörte Reaktion.

Ob sich Emily Quinlan jemals wieder in diesem Restaurant blicken lässt?
Ob sich Emily Quinlan jemals wieder in diesem Restaurant blicken lässt?  © Twitter Screenshot Emily Quinlan / Bullys Cardiff

Spätestens hier hätte Bully's mit einer ernst gemeinten Entschuldigung die Angelegenheit entschärfen können.

Stattdessen gab es jedoch nur ein halbherziges Sorry. "Entschuldigung für die Tweets von letzter Nacht. Wir waren von Emotionen getrieben und müssen uns dafür reichlich entschuldigen", lautete die laxe Bitte um Vergebung.

"Bitte bedenkt, dass dies ein Familienunternehmen ist, dass mit Leidenschaft und viel Gemeinschaftssinn geführt wird", meinte Bully's nur auf Social Media. Kein Wort hingegen von einer Entschuldigung an Emily Quinlan, die deshalb nachfragte, ob das Lokal überhaupt wisse, wofür man sich entschuldige.

Hier trat Bully's erneut ins Fettnäpfchen und reagierte absolut unpassend. "Es ist eine Handynummer und ein Name zu sehen. Wenn jemand einen Autounfall hat und ein Foto vom Nummernschild macht, kann er die Identität der Person genauso herausfinden", hieß es.

Hinzu kommt, dass es sich bei der Absage der jungen Damen nicht um Willkür sondern einen absoluten Notfall handelte. Doch von Einsicht herrscht beim Besitzer keine Spur. Stattdessen wurde auf Twitter sogar noch ein fremder Beitrag gelikt, der Quinlan als "egoistische Kuh" beschimpfte.

Angesichts einer so unsensiblen Antwort müsste sich das Schankhaus nicht wundern, wenn Gäste künftig einen hohen Bogen um Bully's machen.


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