Population größer als gedacht: 3000 Killer-Krebse gefangen!

Rote Färbung, Dornen an den Scheren und bringen die gefährliche Krebs-Pest nach Berlin.
Rote Färbung, Dornen an den Scheren und bringen die gefährliche Krebs-Pest nach Berlin.  © DPA

Berlin - Im Berliner Tiergarten leben wesentlich mehr der in Deutschland eigentlich nicht heimischen Sumpfkrebse als bislang angenommen.

Innerhalb der vergangenen zwei Wochen seien bereits mehr als 3000 Rote Amerikanische Sumpfkrebse am Neuen See in den Grünanlagen gefangen worden, sagte Wildtierexperte Derk Ehlert von der Umweltverwaltung auf Anfrage.

"Wir sind mehr als überrascht über die Menge." Ehlert hatte den Bestand zuvor auf etwa 200 Exemplare geschätzt. Der Sender Radio Berlin 88,8 hatte zuvor auf Twitter davon berichtet.

Das Fischereiamt hatte Ende August mit Fangaktionen begonnen, da eine Abwanderung der Krebse in andere Gewässer befürchtet worden war, wie TAG24 berichtete.

Dies zu verhindern, ist auch die Vorgabe: Der Sumpfkrebs steht auf einer Liste der EU-Kommission mit eingewanderten Arten, die potenziell schädlich sind - etwa für einheimische Arten und Ökosysteme.

Laut BILD meldeten auch andere Länder wie Schweiz, Portugal, Spanien und Frankreich eine Invasion der Krabben.


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