Post liefert Pakete und Briefe jetzt mit Sprit aus der Dose

Nach der Arbeit an die Dose: Postfrau 
Heike Hübsch (50) zeigt das Ladekabel des E-Transporters. Vollgeladen kommt er 
auf 120 Kilometer Reichweite.
Nach der Arbeit an die Dose: Postfrau Heike Hübsch (50) zeigt das Ladekabel des E-Transporters. Vollgeladen kommt er auf 120 Kilometer Reichweite.  © Maik Börner

Glauchau/dresden - Gelb wie die Bienen - und jetzt summen sie auch noch so: Die Post stromert neuerdings mit 17 Elektro-Transportern des Typs „StreetScooter“ durch Glauchau, Crimmitschau und Umgebung. In ganz Sachsen sollen bis Ende 2016 knapp 100 E-Postwagen rollen.

„Heute fahren bereits 1000 StreetScooter für die Deutsche Post DHL Group in Deutschland. Wir fertigen derzeit sechs Stück am Tag“, so Firmensprecherin Tina Birke (37). Entwickelt wurde der E-Transporter an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen.

Der 4,6 Meter lange und 33 kW (knapp 45 PS) starke Stromer mit Posthorn-Logo kommt auf 120 Kilometer Reichweite. Rasende Postboten werden gedrosselt, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 80 Kilometer pro Stunde. Bis zu 650 Kilo kann der StreetScooter laden.





Jetzt summen 17 E-Transporter der Post durch Südwestsachsen. Ende 2016 sollen 
bereits 100 im Freistaat fahren.
Jetzt summen 17 E-Transporter der Post durch Südwestsachsen. Ende 2016 sollen bereits 100 im Freistaat fahren.  © Maik Börner

Über den Stückpreis schweigt sich die Post aus. Sprecherin Birke: „1000 StreetScooter werden vom Bundesumweltministerium im Zeitraum von 2016 bis 2018 mit 9,5 Millionen Euro (9 500 Euro pro Wagen, d. Red.) gefördert. Außerdem macht die Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen Fahrzeuge mit E-Antrieb zu einer zukunftsweisenden Investition.“ 

So spart ein StreetScooter - im Vergleich zum Sprit-Postwagen - jährlich drei Tonnen des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2).

Der Logistikkonzern setzt weltweit 13.500 Elektro- und Hybridfahrzeuge ein. Ab 2017 will die Deutsche Post jährlich 10.000 StreetScooter produzieren. Vielleicht auch für andere Firmen: „Es gibt bereits mehrere Interessenten“, verrät Frau Birke.

In Sachsen sollen die nächsten Post-StreetScooter durch Chemnitz, Limbach-Oberfrohna und Hohenstein-Ernstthal, Delitzsch und Großenhain stromern.

Paket-Zusteller Robert Biedenkapp (51) freut sich über den Platz: Bis zu 650 
Kilogramm kann der „StreetScooter“ laden.
Paket-Zusteller Robert Biedenkapp (51) freut sich über den Platz: Bis zu 650 Kilogramm kann der „StreetScooter“ laden.  © Maik Börner

WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0