AfD-Vize Gauland fordert Einreiseverbot für Muslime nach Deutschland

Alexander Gauland (76) will einen Einreisestopp für Muslime.
Alexander Gauland (76) will einen Einreisestopp für Muslime.  © DPA

Potsdam - Alexander Gauland (76), stellvertretender AfD-Vorsitzender, fordert ein weitreichendes Einreiseverbot für Muslime nach Deutschland. Gegenüber der Funke Mediengruppe sagte er, dass er sich einen Einreisestopp für Menschen aus islamischen Ländern wünsche "in denen die politische Lage stabil ist."

Laut Berliner Morgenpost ist er der Ansicht, dass die westliche Gesellschaft durch eine höhere Anzahl von Muslimen Probleme bekommen könne.

Deshalb denkt er er daran, "nur diejenigen Muslime ins Land [zu) lassen, die wirklich um ihr Leben fürchten müssen. Muslime, die etwa aus Nordafrika kommen, sind offensichtlich Wirtschaftsflüchtlinge."

Aus dem Interview geht allerdings nicht deutlich hervor, ob er damit sämtliche Einreisen von Muslimen meint, oder sich konkret auf Zuwanderer und Flüchtlinge bezieht.

Zwei Frauen mit Burka schlendern durch die Straßen.
Zwei Frauen mit Burka schlendern durch die Straßen.

Zudem nimmt er zu den Aussagen des umstrittenen Redners Björn Höcke Stellung.

Gauland unterstützt dessen Forderung nach einer erinnerungspolitischen Wende, da er findet, dass die deutsche Geschichte Großes hervorgebracht habe, was nicht alles durch die 12 Jahre des Dritten Reichs verdrängt werden dürfe.

Zudem versucht er, den Vorwurf des Rechtspopulismus bei der AfD zu entschärfen: "Wir haben da ganz klare Beschlusslagen: Wer früher in der NPD oder in der DVU war, kann nicht der AfD beitreten", sagte Gauland.

Indem er seinen Parteikollegen nahelegt, mit den international bekannten Rechtspopulisten Geert Wilders (53) und Marine Le Pen (48) zusammenarbeiten, führt er die Abgrenzung von rechtsextremen Ansichten jedoch wiederum ad absurdum.


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