Schmuck aus Asche von Toten? So hat der Landtag entschieden

Potsdam - Omas Asche zu einem Diamanten pressen lassen und als Kette um den Hals tragen? Nicht, wenn's nach dem Brandenburger Landtag geht. Denn die haben jetzt mit knapper Mehrheit entschieden, dass sich Angehörige auch künftig keine Erinnerungsstücke aus Totenasche fertigen dürfen.

Aus der Asche von Toten gepresste Diamanten wird es in Brandenburg nicht geben.
Aus der Asche von Toten gepresste Diamanten wird es in Brandenburg nicht geben.  © DPA (Bildmontage)

So stimmten 41 Abgeordnete am Mittwoch im Landtag gegen einen Gesetzentwurf der Landesregierung, der Angehörigen erlauben sollte, aus einer geringen Menge der Asche von Verstorbenen etwa Erinnerungsdiamanten pressen zu lassen.

Innenminister Karl-Heinz Schröter (63, SPD) hatte dies damit begründet, dass sich Angehörige zunehmend solche Erinnerungen an die Verstorbenen wünschten.

Dagegen erklärten Abgeordnete mehrerer Fraktionen, im Hinblick auf Respekt und Würde dürften aus toten Menschen keine Dinge gemacht werden.

Die Abstimmung war von den Fraktionen freigegeben worden, weil es sich um eine Gewissensentscheidung handele.

Für das weitere Verbot der Entnahme von Totenasche stimmten 41 Abgeordnete, 31 stimmten dagegen. 6 Abgeordnete enthielten sich.

Titelfoto: DPA (Bildmontage)


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