Zahl der Angriffe auf Zugewanderte gesunken, doch Linke-Abgeordnete mahnt zur Wachsamkeit

Potsdam - Die Zahl der Angriffe auf Flüchtlinge und ihre Unterkünfte in Brandenburg ist nach einem erheblichen Anstieg im zweiten Quartal dieses Jahres in den vergangenen drei Monaten wieder deutlich gesunken.

Migranten blicken aus der Öffnung eines Containers an Bord eines Rettungsschiffes. (Archivbild)
Migranten blicken aus der Öffnung eines Containers an Bord eines Rettungsschiffes. (Archivbild)  © ngenito Renato/LaPresse via ZUMA Press/dpa

Registrierte die Polizei im zweiten Quartal 2019 noch 130 Übergriffe, waren es im Folgequartal 38, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Antwort des Innenministeriums auf eine Anfrage der flüchtlingspolitischen Sprecherin der Linke-Fraktion im Landtag, Andrea Johlige, hervor geht.

Seit Januar dieses Jahres summierten sich diese Straftaten von Rechtsradikalen damit auf 207.

Auch die Zahl der rassistisch motivierten Straftaten sank den Angaben zufolge im dritten Quartal dieses Jahres gegenüber dem Vorquartal von 85 auf 26 Angriffe. Seit Jahresbeginn registrierte die Polizei insgesamt 147 dieser Delikte.

Die Linke-Abgeordnete Johlige warnte davor, zu schnell von einer Entwarnung bei den Gewalttaten Rechtsradikaler zu sprechen. Zunächst müssten die endgültigen Quartalszahlen sowie die weitere Entwicklung in diesem Jahr abgewartet werden, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur.

So habe es im zweiten Quartal eine hohe Zahl an Nachmeldungen rassistisch motivierter Straftaten gegeben. Zwar seien die Fälle von Körperverletzungen zurückgegangen, "jede Körperverletzung ist eine zuviel".

 Flüchtlinge, die kurz zuvor mit einem Zug aus Salzburg angekommen sind, gehen auf dem Hauptbahnhof über einen Bahnsteig. (Archivbild)
Flüchtlinge, die kurz zuvor mit einem Zug aus Salzburg angekommen sind, gehen auf dem Hauptbahnhof über einen Bahnsteig. (Archivbild)  © Sven Hoppe/dpa

Titelfoto: Sven Hoppe/dpa

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