Feuerwehrleute auf der A2 totgerast! Lkw-Fahrer muss in den Knast

Potsdam - Weil er den Tod von zwei Feuerwehrleuten verursacht hat, ist ein Lkw-Fahrer im Berufungsprozess vor dem Landgericht Potsdam zu zwei Jahren Haft verurteilt worden.

Der Lkw raste in ein Stauende, am Ende kippte das Feuerwehrauto um und begrub zwei Kameraden unter sich.
Der Lkw raste in ein Stauende, am Ende kippte das Feuerwehrauto um und begrub zwei Kameraden unter sich.

Die Strafe hat das Gericht am Dienstag nicht zur Bewährung ausgesetzt. "Der Angeklagte hat infolge von Fahrlässigkeit einen schrecklichen Unfall verursacht, bei dem zwei Menschen starben", sagte Richterin Ulrike Phieler-Morbach.

Er habe sich unter anderem wegen fahrlässiger Tötung, fahrlässiger Körperverletzung sowie fahrlässiger Straßenverkehrsgefährdung strafbar gemacht. Das Gericht ist davon überzeugt, dass der 58-Jährige am Steuer eingeschlafen ist.

Damit setzte das Gericht die im ersten Urteil vom Amtsgericht Brandenburg/Havel verhängte Strafe von zweieinhalb Jahren herab.

Laut Gutachten war der Lkw-Fahrer am frühen Morgen des 5. September 2017 auf der A2 bei Lehnin (Potsdam-Mittelmark) mit seinem Sattelzug und überhöhter Geschwindigkeit in eine Unfallstelle gerast und hat dadurch den Tod der beiden Retter verursacht.

Die geschockten Kollegen sitzen trauernd an der Leitplanke.
Die geschockten Kollegen sitzen trauernd an der Leitplanke.
Ein Feuwehrmann wartet im Amtsgericht auf den Prozessbeginn. (Archivbild)
Ein Feuwehrmann wartet im Amtsgericht auf den Prozessbeginn. (Archivbild)  © Bernd Settnik/ZB/dpa

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