Angriff in Potsdam: 25-jähriger Kippa-Träger angespuckt und bedroht

Potsdam - Ein 25-jähriger Potsdamer, der eine Kippa mit Davidstern trug, ist vor dem Potsdamer Hauptbahnhof plötzlich angegriffen und beleidigt worden.

Der 25-jährige Kippa-Träger sei am Samstag amgespuckt worden. (Symbolbild)
Der 25-jährige Kippa-Träger sei am Samstag amgespuckt worden. (Symbolbild)

Beamte der Bundespolizei hätten nach dem Vorfall als mutmaßliche Täter zwei syrische Staatsangehörige ermittelt, berichtete ein Sprecher des Lagedienstes der Brandenburger Polizei am Sonntag.

Der 25-Jährige sei am Samstag angespuckt worden. Ermittelt werde gegen die beiden Syrer nun wegen eines möglichen fremdenfeindlichen Motivs.

Der 25-jährige Student sagte der Deutschen Presse-Agentur, er trage die Kippa täglich aus persönlichen Gründen. "Als ich am Hauptbahnhof aus der Straßenbahn ausgestiegen bin, habe ich hinter mir Schatten wahrgenommen", berichtete er.

Im nächsten Moment sei er schon angespuckt, antisemitisch beleidigt und mit Gebärden bedroht worden. Anschließend habe er die Bundespolizei alarmiert, die die beiden Männer nach kurzer Zeit gefasst habe.

"Hass und Gewalt aus politischen und religiösen Motiven dulden wir in unserer Stadt nicht", sagte Potsdams Oberbürgermeister Mike Schubert (46, SPD) am Sonntag in einer Stellungnahme. "Die Ermittlungen müssen zügig Klarheit über die mutmaßlich antisemitische Motivation und die daraus folgenden strafrechtlichen Konsequenzen schaffen."

Am Potsdamer Hauptbahnhof kam es offenbar zu einem fremdenfeindlichen Übergriff. (Symbolbild)
Am Potsdamer Hauptbahnhof kam es offenbar zu einem fremdenfeindlichen Übergriff. (Symbolbild)  © Sabrina Hentschel/dpa

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