Mädchen aus der Uckermark wollte zu ihrer Mutter fahren: Ungarisches Heim hält 15-Jährige fest

Potsdam - Das Brandenburger Innenministerium hat Aufklärung im Fall eines in Budapest in einem Kinderheim festgehaltenen serbischen Mädchens zugesagt – die 15-Jährige hatte zuletzt in der Uckermark gelebt.

Das Polizeipräsidium soll den Vorfall aufklären. (Symbolbild)
Das Polizeipräsidium soll den Vorfall aufklären. (Symbolbild)  © Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa

Das Polizeipräsidium sei gebeten worden, den Vorgang aufzuklären, teilte das Innenministerium am Dienstag auf Anfrage mit.

Zu den genauen Hintergründen könnten zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine weiteren Angaben gemacht werden.

Der Angermünder Pfarrer Christian Johnsen, der seit Jahren der Flüchtlingsfamilie hilft, hatte in der "Märkischen Oderzeitung" (Freitag) den Fall öffentlich gemacht.

Die 15-Jährige wollte demnach per Bus zu ihrer Mutter nach Serbien fahren. Zunächst ging sie nach Angaben des Pfarrers aber einige Tage nach Berlin und wurde deshalb vom Jugendamt als vermisst gemeldet.

Das Kind habe dann persönlich beim Jugendamt und bei der Polizei in Angermünde darum gebeten, die Meldung zu löschen.

Diese blieb jedoch im Schengen-Informationssystem (SIS). An der EU-Außengrenze stoppten ungarische Beamte dann am 14. September die Fahrt des Mädchens. Seitdem sitzt es in einem Jugendheim fest.

Voraussichtlich am Mittwoch kann das Kind von einem Verwandten in Empfang genommen und zur Mutter nach Serbien gebracht werden, sagte Johnsen auf Anfrage.

In einem Schreiben aus dem Innenministerium an ihn, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, wird der Vorfall als tragisches Ereignis bezeichnet – und Aufklärung angekündigt.

Aussicht auf Donau und Budapest in der Tageszeit. (Symbolbild)
Aussicht auf Donau und Budapest in der Tageszeit. (Symbolbild)  © gekaskr/123RF

Titelfoto: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa

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