Lebenslänglich! Mann nach Giftmord an Kleinkind verurteilt

Potsdam - Weil er den kleinen Sohn seiner Lebensgefährtin mit Gift ermordet haben soll, ist ein 38-Jähriger in Potsdam zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden.

Feige versteckt der Angeklagte sein Gesicht. (Archiv)
Feige versteckt der Angeklagte sein Gesicht. (Archiv)  © DPA

"Die Tötung des kleinen, wehrlosen und unschuldigen Kindes ist ein unfassbares Verbrechen", sagte Richter Theodor Horstkötter in seiner Urteilsbegründung am Freitag.

Der Angeklagte hatte im März 2014 in der Plattenbausiedlung Schlaatz dem 18-monatigen Kind seiner Lebensgefährtin einen tödlichen Cocktail aus Schmerz- und Schlaftabletten in den Babybrei gemischt.

Schon monatelang vor dem Tod des Kindes soll der Angeklagte dem Jungen immer wieder derartige Medikamente in Brei oder sehr süßem Tee gegeben haben, um das quengelnde Kind ruhig zu stellen.

Er fühlte sich vom Kindergeschrei des Jungen gestört und wollte ihn laut Anklage töten, damit er in Ruhe schlafen konnte.

Das Landgericht folgte dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Die Verteidigung hatte dagegen auf Freispruch plädiert.

Ende Februar musste der aufsehenerregende Prozess kurz vor der Urteilsverkündung neu aufgerollt werden, weil ein Schöffe (67) unerwartet gestorben war (TAG24 berichtete).

Titelfoto: DPA


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0