Verschleppte (7) aus Potsdam: Mutmaßlicher Peiniger vor Gericht

Potsdam - Wegen schweren sexuellen Kindesmissbrauchs und Entführung beginnt in der kommenden Woche (19. Dezember) der Prozess gegen einen 58-Jährigen am Landgericht Potsdam.

Die Polizei sperrte während der Suche nach der Sechsjährigen des Stadtteils nach Berichten vor Ort mit Flatterband ab.
Die Polizei sperrte während der Suche nach der Sechsjährigen des Stadtteils nach Berichten vor Ort mit Flatterband ab.

Der Angeklagte soll im Mai ein heute siebenjähriges Mädchen aus einem Möbelhaus entführt, in seiner Wohnung festgehalten und sexuell missbraucht haben.

Die Staatsanwaltschaft Potsdam hat den Mann wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern, Freiheitsberaubung und Entziehung Minderjähriger angeklagt, wie das Landgericht am Dienstag auf Nachfrage mitteilte.

Das Gericht hat sieben Verhandlungstage angesetzt. Zuvor hatte der RBB über den Prozesstermin berichtet.

Die damals Sechsjährige verschwand am 25. Mai 2019 in einem Potsdamer Möbelhaus. Sie hatte es gemeinsam mit ihrem Vater und den drei Geschwistern besucht. Die Polizei suchte mit einem Großaufgebot nach dem Kind - ohne Erfolg. 22 Stunden später fand man das Mädchen weinend und verletzt auf einem Gehweg.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft konnte sich das Mädchen selbst aus der Wohnung des Mannes im Potsdamer Wohngebiet Drewitz befreien. Dort befindet sich auch das Möbelhaus.

Der 58-Jährige ist einschlägig vorbestraft, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Demnach wurde er in den 80er Jahren wegen Sexualdelikten verurteilt. Er ist seit Mai in Untersuchungshaft.

Die Polizei sperrte während der Suche nach der Sechsjährigen des Stadtteils nach Berichten vor Ort mit Flatterband ab.
Die Polizei sperrte während der Suche nach der Sechsjährigen des Stadtteils nach Berichten vor Ort mit Flatterband ab.

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