Auf Baumblütenfest: Vergewaltiger lockte sein Opfer (18) in eine Bauruine

Werder/Potsdam - Das widerliche Sexualdelikt am Rande des beliebten Baumblütenfests im brandenburgischen Werder (TAG24 berichtete) – jetzt hat die Kripo neue Erkenntnisse.

Zahlreiche Polizisten sicherten das Gelände des Baumblütenfests in Werder.
Zahlreiche Polizisten sicherten das Gelände des Baumblütenfests in Werder.  © Paul Zinken/dpa

So haben die Ermittler nach der erneuten Befragung der vergewaltigten Teenagerin einen mutmaßlichen Tatort ausfindig machen können.

Dadurch kann auch der genaue Weg eingegrenzt werden, den die 18-Jährige am 29. April gegen 19.45 Uhr mit ihrem Peiniger zurückgelegt, wie die Polizei Potsdam am Mittwoch mitteilte.

Bevor das spätere Opfer von dem Gesuchten angesprochen wurde, hielt sie sich nach eigenen Angaben in der Nähe der RTL-Bühne an der Regattastrecke auf.

Dort kam es zum Streit mit einem ihrer ursprünglichen Begleiter.

Merkwürdig: Anders als in der ersten Befragung geschildert, sei sie dabei nicht von mehreren Personen in die Havel geworfen worden, sondern von allein hineingeraten und nass geworden.

Auf dem beliebten Volksfest nahe Potsdam geschah die Vergewaltigung. (Symbolbild)
Auf dem beliebten Volksfest nahe Potsdam geschah die Vergewaltigung. (Symbolbild)  © dpa/Paul Zinken

Ein DLRG-Mitarbeiter forderte sie auf, das Wasser zu verlassen. Dies tat die Teenagerin auch und setzte sich durchnässt ans Ufer.

Dort wurde der Gesuchte auf sie aufmerksam, sprach sie an und gaukelte vor, ihr bei der Suche nach ihrer Clique helfen zu wollen.

Gemeinsam liefen die beiden dann von der RTL-Bühne wohl über die Torstraße zur Mühlenstraßen – dem späteren Tatort. Auf dem Weg dorthin soll ein Wachmann das Duo von dem Grundstück der Bauruine verscheucht haben.

Bis zu diesem Zeitpunkt habe sich der Täter nicht aufdringlich oder bedrohlich verhalten. Doch dann er vermutlich einen Bauzaun beiseite und führte die nichts Böses ahnende 18-Jährige über einen Sandweg in den Hinterhof der Bauruine, wo er die Jugendliche missbrauchte.

Die Kripo geht davon aus, dass sich die Tat selbst in einem dortigen Gebäude ereignet hat. Die Auswertung der gesicherten Spuren sowie die Suche nach Zeugen im Umfeld des Tatortes dauern derzeit noch an.

Eine Zeugin entdeckte das geschockte Opfer in einer Gasse auf einem umliegenden Bauzaun sitzend und brachte sie in ein DLRG-Rettungszelt.

Beschreibung des Verdächtigen:

  • etwa 1,80 Meter groß
  • etwa 30 Jahre alt
  • blonde, kurze Haare
  • dialektfrei Deutsch
  • bekleidet mit langen Jeans

Zeugenhinweise zur Tat oder dem Täter unter der Telefonnummer 0331/5508-1224 an die Polizei Potsdam. Vor allem der DLRG-Mitarbeiter und der Security-Mann sollen sich melden.

Titelfoto: dpa/Paul Zinken


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