"Schweinereien" im Burkini: Präsident schockiert mit Aussagen

Burkinis sind aus dem üblichen Material für Badeanzüge, Bikinis und Badehosen hergestellt.
Burkinis sind aus dem üblichen Material für Badeanzüge, Bikinis und Badehosen hergestellt.  © EPA/Mohamed Messara/dpa

Prag - Schon wieder gibt es Aufregung um den Burkini. Dieses Mal sorgte der tschechische Präsident Miloš Zeman mit seinen islamkritischen Äußerungen für Aufsehen.

Gegenüber der Tageszeitung "Blesk" (Online-Ausgabe) sagte er, dass es keinen Grund gibt, das Tragen von arabischen Burkinis in tschechischen Schwimmbädern zu tolerieren. Als Argument lieferte er noch seine hygienischen Bedenken hinterher: "Man weiß nie, welche Schweinereien diese Textilien beinhalten können", so der Staatschef.

Die Hinweise von Textil-Experten, dass Burkinis aus dem üblichen Material für Schwimmkleidung hergestellt werden und es somit kein hygienisches Problem gibt, kommentierte Zeman mit den Worten, dass er kein Experte für Schwimmanzüge sei. Er legte sogar noch nach und sagte, dass das Tragen eines Burkinis auch vom Aussehen einer Frau abhänge. Ginge es nach ihm, sollten manche Frauen allein schon wegen ihrer Proportionen "so gründlich wie möglich verhüllt" sein.

In Tschechien gibt es keine einheitliche Regelung, wie mit dem Tragen von Burkinis in Badeeinrichtungen verfahren wird. In manchen Schwimmbädern sind sie erlaubt, in anderen nicht.

 Der tschechische Präsident Milos Zeman.
Der tschechische Präsident Milos Zeman.  © Matej Divizna/EPA/dpa

Titelfoto: EPA/Mohamed Messara/dpa


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