Sex mit Puppen! Schwappt der Trend jetzt auch nach Deutschland?

Prag - Ein fragwürdiges Etablissement hat sich in der Hauptstadt unserer Nachbarn etabliert. Schwappt der Trend auch bald nach Deutschland?

Für eine sinnliche Zeit mit Rebecca ist alles angerichtet.
Für eine sinnliche Zeit mit Rebecca ist alles angerichtet.  © Holm Helis Dresden

Sie sind still, schön und tun, was man von ihnen verlangt. Ihre Haut ist glatt, ihre Figur perfekt. Rebecca, Luccy und Yasmine haben viele Fans.

Sie sind die Stars in Prags erstem Gummipuppen-Puff, der vor sieben Monaten eröffnete. Vielleicht rückt "Naughty harbor" (Verruchter Hafen) - so der Name des Puppen-Puff-Unternehmens – bald mit weiteren Filialen bis nach Sachsen und gar ganz Deutschland? Ausschließen wollten die Betreiber eine Expansion über die Grenze jedenfalls nicht...

Zuerst ging es in der Nekazanka-Straße in der Nähe des Hauptbahnhofs zur Sache. Seit ein paar Monaten tanzen die Puppen nun in einem Jugendstilhaus im feinen Wohnviertel Vinohrady, auf der Straße "Balbinova".

Wer sich anmeldet, tut das über das Netz (www.naughtyharbor.cz) oder ruft an und bekommt den Verweis auf die Wohnungsnummer am Klingelknopf per Mail geschickt. "Ganz normale Männer kommen hierher", sagt Managerin Anezka. Männer, die etwas Neues ausprobieren wollen, oder die sich in der Ehe langweilen und ihre Frauen nicht betrügen mögen.

Wie bestellt sitzen Rebecca, Yasmine oder Luccy dann in lasziver Haltung auf dem Bett, in das warme Licht einer Papierlampe gehüllt. Sie sind gewaschen, desinfiziert, gekämmt und gepudert.

Gummpipuppen-Sex: So lange dauert die Vorbereitung für einen neuen Kunden

Aufreizend drapiert wartet Rebecca auf den nächsten Kunden.
Aufreizend drapiert wartet Rebecca auf den nächsten Kunden.  © Holm Helis

"45 Minuten dauert die Vorbereitung einer Gummi-Schönheit für einen neuen Kunden", erklärt Alex, der sich um Puppen und Freier kümmert.

Er ist es auch, der fünf Minuten vor Ablauf der reservierten Zeit - 30 Minuten kosten 1200 Kronen (knapp 50 Euro), eine volle Stunde 1900 Kronen - diskret an die Tür klopft.

Was die Puppenspieler mit den Gummi-Damen in dem wie ein Hotelzimmer eingerichteten Raum genau tun, können die Ladys hinterher nicht verraten – auch das ist ein Vorteil.

Doch es gibt Regeln: Nackte "Tatwaffen" sind auch hier nicht gern gesehen. Dafür liegen Präservative und Gleitgel bereit. "Puppen werden auch beschädigt, dann muss der Kunde zahlen", so Anezka.

Deshalb gibt es nicht nur eine Rebecca, sondern mehrere Modelle.

Dieser Typ Gummipuppe ist bei den Männern besonders gefragt

Rebecca gehört zu den beliebtesten "Damen" im Naughty Harbor.
Rebecca gehört zu den beliebtesten "Damen" im Naughty Harbor.  © Holm Helis

Sie schaut übrigens ein bisschen müde aus ihren blauen Augen, während sie sich dort auf dem Bett räkelt oder besser: zu räkeln scheint. Eine Decke braucht sie nicht: Ihre Haut ist nicht kalt. "Das ist ein Silikon, das der menschlichen Haut am nächsten kommt", erklärt Alex.

Ihr Körper fühlt sich weich an, die Hände wie die eines aufgeregten Schulmädchens vor einer Prüfung. Rebecca (28 Kilo, 1,57 Meter) ist besonders gefragt. "Rote Haare und eine schlanke Figur, das mögen viele", erklärt Anezka. "Wir haben Gäste, die immer wieder kommen."

Mittlerweile ankern täglich drei bis fünf M0änner im "Verruchten Hafen". Die Damen, die in Asien produziert werden, sind auch käuflich zu erwerben (ab 50 000 Kronen/knapp 2000 Euro).

Zudem sollen noch in diesem Jahr weitere Filialen nicht nur in Tschechien eröffnen. Auch in Deutschland sei das Interesse an dem Franchise-Unternehmen groß.

Das aus Japan inspirierte Puppentheater wächst: Yasmine, Luccy und Rebecca haben Verstärkung erhalten. "Die Nachfrage nach Männern ist groß", so die Managerin. Deshalb steht seit Kurzem auch Jüngling "Nick" zur Verfügung.

Rebecca wird von einem Mitarbeiter des Bordells gepflegt und hergerichtet.
Rebecca wird von einem Mitarbeiter des Bordells gepflegt und hergerichtet.  © Holm Helis
Der "Puppen-Puff" von außen.
Der "Puppen-Puff" von außen.  © Holm Helis

Puppen-Bordell in Speyer muss schon nach 10 Monaten wieder schließen

Im dollhaus Speyer gab es seit November 2018 den vermutlich ersten reinen Sexpuppen-Puff in Deutschland. Bereits 2019 musste der Betrieb schon wieder schließen. Über den Grund herrscht Uneinigkeit.

Der Betreiber Raphael Abelmann ist fest davon überzeugt, dass der Keim „pseudomonas aeruginosa“, der im Wasser vorkommt, die Schuld an den vorgefundenen Hygienemängeln trägt.

Das Gesundheitsamt ließ hingegen verlautbaren, dass die an den Puppen vorgefundenen Keimen definitiv nicht vom Trinkwasser stammen. Offen bleibt, ob das dollhaus je wieder eröffnen wird.

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