DNA-Experte will Fall Maddie schnellstmöglich lösen: Warum schweigen ihre Eltern und die Ermittler?

Praia da Luz (Portugal) - Das Rätsel um die seit knapp zwölf Jahren vermisste Madeleine McCann nimmt einfach kein Ende. In einem weiteren neuen Exklusiv-Interview mit dem "Daily Star", das am Ostermontag online ging, gibt DNA-Experte Dr. Mark Perlin zusätzliche Details bekannt - sie dürften für neuerliche Irritationen sorgen.

Maddie McCann verschwand am 3. Mai 2007.
Maddie McCann verschwand am 3. Mai 2007.  © DPA

Der in den USA ansässige Forensiker hat bei der Londoner Metropolitan Police einen Antrag auf die Freigabe von 18 DNA-Proben im Fall Maddie gestellt, die er glaubt, entschlüsseln zu können.

Doch sowohl die Polizei, als auch Madeleines Eltern Kate und Gerry McCann hüllen sich bisher in Schweigen.

Perlin packte jetzt im "Daily Star" aus und erklärte, warum die McCanns bisher keine Reaktion gezeigt haben.

Auf die Frage, warum er sich bisher nicht direkt an die Familie wendete, hatte er eine fast schon kurios anmutende Antwort: "Daran habe ich nicht gedacht. Ich weiß es nicht, es ist eine gute Idee. Warum geben wir Scotland Yard nicht ein bisschen mehr Zeit?"

Mehr Zeit? Auf die britischen Ermittler will der "Daily Star" nicht länger warten und wandte sich jetzt, im Gegensatz zu Dr. Mark Perlin, an die McCanns und bat den Sprecher der Familie einen Kommentar zum Sachverhalt abzugeben. Bisher lässt dieser jedoch noch auf sich warten.

Fall Maddie McCann: Die Metropolitan Police hat nicht viel zu sagen

Gerry und Kate McCann haben sich bisher nicht zu Dr. Mark Perlins Vorschlag geäußert.
Gerry und Kate McCann haben sich bisher nicht zu Dr. Mark Perlins Vorschlag geäußert.  © DPA

Mit seinem Team in Pittsburgh konnte Perlin nicht nur Opfer vom 11. September identifizieren, sondern 2016 auch einen Fünfach-Mörder in Australien anhand kleinster DNA-Spuren überführen.

Robert X. hatte bis dato drei Prozesse ohne Verurteilung überstanden. Dank Perlin konnte er letzten Endes verurteilt werden.

Denn das Team des DNA-Experten verfügt über ein Computerprogramm namens TrueAllele, das weitaus komplexere Daten analysieren kann, als noch es 2007 -in dem Jahr in dem Maddie am 3. Mai in Praia da Luz verschwand - möglich war. TrueAllele wurde seit 2009 in Hunderten von Fällen verwendet und basiert auf komplizierten mathematischen Formeln.

Warum die britische Polizei es ablehnt, Dr. Perlins Hilfe anzunehmen, kann sich dieser kaum erklären. Laut "Daily Star" will er die 18 DNA-Proben sogar gratis und binnen höchstens zwei Wochen analysieren - den Fall auf diese Weise eventuell sogar lösen (TAG24 berichtete).

Perlin sagte in Hinsicht auf Scotland Yard: "Wir möchten nur helfen. Hoffentlich ziehen sie eine bessere Technologie, als TrueAllele, in Betracht."

Zu all dem wollten sich die Ermittler nicht äußern. Die Metropolitan Police ließ stattdessen mitteilen: "Die Ermittlungen über das Verschwinden von Madeleine McCann sind noch nicht abgeschlossen. Wir liefern keine laufenden Kommentare."

Mehr zum Thema Mystery:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0