DNA-Experte will den Fall Maddie McCann lösen: Jetzt gibt er die bittere Wahrheit preis, warum man ihn ausbremst

Praia da Luz (Portugal) - Er gilt als weltweit führender Experte für Forensik: Dr. Mark Perlin enthüllte jetzt gegenüber "news.com.au", warum seine Hilfe im Fall Madeleine McCann ignoriert wird - es ist eine bittere Wahrheit.

Kate McCann hofft bis heute, dass ihre Tochter gefunden wird.
Kate McCann hofft bis heute, dass ihre Tochter gefunden wird.  © DPA

Demnach verwenden die britischen Ermittler eine, laut Perlin, "wirklich alte" DNA-Technologie, die es schon seit 15 Jahren gibt. Diese wiederum wurde am späten Ostermontag von der "SUN" in einem neuen Artikel als "Wunder-Technik" beschrieben.

Die Ermittler der "Operation Grange" hätten laut "SUN" die Methode mit dem Namen "DNA-17" angewendet, um unschlüssige DNA-Proben noch einmal zu untersuchen - ohne Erfolg.

Dass die "SUN" die Technik als einen der größten forensischen Durchbrüche seit 20 Jahren bezeichnet, will Dr. Mark Perlin so nicht stehen lassen.

Gegenüber "news.com.au" sagte er in einem aktuellen Gespräch: "Da ist nichts unheimlich neues dran... Im Grunde genommen, handelt es sich bei DNA-17 um eine ältere Technologie, die als neu dargestellt wird. Sie ist neu für die Briten."

Dr. Perlin erklärte, dass die DNA-17-Technologie seit rund 15 Jahren in den USA verfügbar ist, wo es die modernsten forensischen Techniken der Welt gibt. Seiner Meinung nach habe sie nicht die nötige "Power", um die 18 Proben, die er analysieren will, zu entschlüsseln (TAG24 berichtete).

Chef-Ermittlerin Nicola Wall scheint kein Interesse an Perlins Angebot zu haben

Lässt die Chefin der "Operation Grange", Nicola Wall, eine wichtige Chance verstreichen?
Lässt die Chefin der "Operation Grange", Nicola Wall, eine wichtige Chance verstreichen?  © DPA

Die McCann-Proben stellen laut Dr. Perlin eine große Herausforderung dar, da sie klein und mit der DNA von mehr als einer Person vermischt waren. Laut "nine.com.au" hat Nicola Wall, Chefin der "Operation Grange", das Angebot von Dr. Perlin, 18 Schlüsselproben kostenlos zu analysieren, bisher nicht angenommen.

Die "Sun" berichtete wiederum, dass Maddies Eltern, Kate und Gerry McCann gehofft hätten, dass DNA-17 endlich eine Antwort, auf das hätte geben können, was mit ihrer Tochter geschah. Dr. Perlin teilte der "Operation Grange" von Scotland Yard deswegen mit, dass sein Labor die Proben für Herrn und Frau McCann innerhalb einer Woche kostenlos untersuchen könne.

Warum die Ermittler auf die bahnbrechende neue Technik des Forensikers verzichten und stattdessen auf eine, laut ihm, veraltete Technik setzen, ist weiterhin vollkommen offen.

Fast schon zynisch liest sich da, das am Ostermontag veröffentlichte Posting, auf der offiziellen Maddie-Facebook-Seite: "Man hat immer neue Möglichkeiten, solange man Hoffnung hat."

Die vielleicht beste Möglichkeit, Licht ins Dunkel um das Verschwinden von Maddie McCann zu bringen, lassen die Beteiligten bisher jedoch verstreichen.

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