Fall Maddie McCann: Wie geht es jetzt weiter? Eltern wenden sich an die Öffentlichkeit

Praia da Luz (Portugal) - Die Suche nach Madeleine McCann, die im Alter von drei Jahren in Portugal verschwand, dauert weiterhin an. Am Mittwoch wurde die finanzielle Unterstützung für das Ermittlerteam um ein Jahr verlängert - 300.000 Britische Pfund (rund 339.000 Euro) wurden vom Innenministerium bewilligt, berichtet die "SUN".

Dieses Foto zeigt, wie Maddie McCann mit etwa 10 Jahren ausgesehen haben könnte - jetzt wäre sie 16.
Dieses Foto zeigt, wie Maddie McCann mit etwa 10 Jahren ausgesehen haben könnte - jetzt wäre sie 16.  © DPA

Am frühen Mittwochabend meldeten sich Maddies Eltern Kate und Gerry McCann zu Wort und ließen über ihren Sprecher Clarence Mitchell folgendes mitteilen:

"Kate und Gerry haben der Polizei ihren Dank für all die Arbeit ausgesprochen, die sie bei der Suche nach ihrer Tochter geleistet haben und weiterhin leisten... Sie sind zutiefst ermutigt, da die Polizei immer noch der Ansicht ist, dass noch aktive Arbeit zu leisten ist. Und sie sind dem Innenministerium unglaublich dankbar, dass es ein zusätzliches Budget für die Ermittlungen zur Verfügung gestellt hat."

Scotland Yard hatte zuvor bekanntgegeben, dass ein "sehr kleines Team" an dem Rätsel um das Verschwinden von Maddie McCann arbeitet und um mehr Geld gebeten hat, um "aktive Nachforschungen" anzustellen.

Clarence Mitchell ergänzte: "Es zeigt, dass die Beamten nach all der Zeit immer noch alles tun, um eine Lösung zu finden. Und es gibt ihnen die Hoffnung, dass sie eines Tages endlich herausfinden können, was mit Madeleine passiert ist."

Fall Madeleine McCann: Ermittlungen wurden immer stärker zurückgefahren

Maddies Eltern hoffen noch immer, dass ihre Tochter wieder auftaucht (Archivbild).
Maddies Eltern hoffen noch immer, dass ihre Tochter wieder auftaucht (Archivbild).  © DPA

Nachdem eine portugiesische Untersuchung gescheitert war, wurde 2013 die sogenannte "Operation Grange" ins Leben gerufen. Britische Ermittler machten sich damals erneut an den Fall. Doch von den ursprünglich 31 Angestellten, sind heute nur noch einige wenige übrig.

Berichten zufolge unternahmen die Ermittler in den Jahren 2017 und 2018 gerade mal zwei Reisen nach Portugal, wo Madeleine McCann am 3. Mai 2007 in Praia da Luz verschwand.

"Das Meiste, was Operation Grange tut, besteht darin, Dinge zu verhindern und auszuschließen, anstatt eine besondere, fantastische Spur zu verfolgen, die alles lösen könnte", teilte eine Quelle der "Mail on Sunday" mit. Ein Durchbruch stünde laut des Insiders nicht bevor. Doch was machen die Ermittler dann und wofür haben sie noch einmal soviel Geld bekommen?

Denjenigen, die immer noch an den Ermittlungen beteiligt sind, wird nachgesagt, dass sie einen Großteil ihrer Zeit damit verbringen, bekannte Sexualstraftäter auszuschalten und potenzielle Zeugen zu jagen, so die "SUN".

Unterkriegen wollen sich die Eltern von Maddie davon nicht lassen. "Wir lieben dich und warten auf dich und wir werden niemals aufgeben", schrieben sie vor einem Monat auf Facebook.

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