Maddie McCann: Eltern dürfen wieder hoffen

Praia da Luz / London - Auch mehr als elf Jahre nach dem Verschwinden von Madeleine McCann im portugiesischen Algarve-Urlaub gibt der Fall "Maddie" immer noch Rätsel auf. Von dem damals 3 Jahre alten Kind fehlt immer noch jede Spur und doch dürfen sich die Eltern jetzt wieder Hoffnung machen.

Wo steckt Madeleine McCann? Diese Frage aufzuklären, treibt die Ermittler an.
Wo steckt Madeleine McCann? Diese Frage aufzuklären, treibt die Ermittler an.  © DPA

Ein spezielles Ermittler-Team namens "Operation Grange" wurde schon vor einigen Jahren ins Leben gerufen, um das seit dem 3. Mai 2007 vermisste Mädchen, das sich mittlerweile im Teenager-Alter befinden würde, wiederzufinden.

Mehr als 11 Millionen britische Pfund (umgerechnet mehr als 13 Millionen Euro) wurden seitdem von Regierungskreisen bereits in die Suche nach der Tochter der Eheleute Gerry (49) und Kate (50) McCann investiert.

Nun werden weitere 150.000 Pfund (mehr als 170.000 Euro) locker gemacht, um den Vermisstenfall aufzuklären. Darüber berichten übereinstimmend britische Medien.

Laut BBC ist die Finanzierung für einen Zeitraum von sechs Monaten vorgesehen, läuft somit zum 31. März 2019 aus.

Die Detektive hatten einen Zuschuss für ihre Arbeit beantragt, weil immer noch eine "kritische Spur" verfolgt werde, heißt es.

Nun müssen die Spezialisten in den kommenden Monaten nur noch abliefern.

150.000 Pfund werden für die Suche nach Madeleine McCann locker gemacht

Im Algarve-Paradies Praia da Luz nahm einer der mysteriöstesten Vermisstenfälle der Welt seinen Anfang.
Im Algarve-Paradies Praia da Luz nahm einer der mysteriöstesten Vermisstenfälle der Welt seinen Anfang.  © DPA

Im Fall der umfangreichen Suche nach Madeleine McCann wurden bereits mehr als 40.000 Dokumente untersucht, mehr als 600 für die Aufklärung des Falls in Frage kommenden Personen wurden überprüft.

Die "Operation Grange"-Ermittler sind dabei international aktiv, wälzten dafür bereits Stein um Stein um, gingen Fährten auf dem Balkan oder in Portugal, wo das Verschwinden des kleinen Mädchens seinen Anfang nahm, nach.

Dass neues Geld bewilligt wurde, werden Kate und Gerry McCann sicher gern hören, auch wenn immer noch Gerüchte die Runde machen, dass das britische Ehepaar selbst am besten wissen müsse, was mit Maddie damals geschah.

So hatte der portugiesische Polizeichef Goncalo Amaral vor Kurzem behauptet, dass das Kind bei einem Unfall ums Leben kam und beide Elternteile dies lieber vertuschen wollten.

In einem Exklusiv-Interview hatten Madeleines Eltern eine Verstrickung in das Verschwinden des eigenen Kindes vehement bestritten und Amaral die Verbreitung von Lügen vorgeworfen. (TAG24 berichtete).

Oft müssen sich Gerry (49) und Kate McCann (50) vor der Presse erklären. Doch die Eheleute geben die Hoffnung nicht auf, dass die verschwundene Tochter Maddie irgendwann wieder auftaucht.
Oft müssen sich Gerry (49) und Kate McCann (50) vor der Presse erklären. Doch die Eheleute geben die Hoffnung nicht auf, dass die verschwundene Tochter Maddie irgendwann wieder auftaucht.  © DPA

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