Macht das aktuelle Team im Fall Maddie McCann einen fatalen Fehler? Ex-Ermittler erhebt Vorwurf

Praia da Luz (Portugal) - Entgeht den Ermittlern im Fall Maddie McCann eventuell der wahre Täter? Top-Ermittler Jim Gamble war einst an der Suche nach dem Mädchen, das am 3. Mai 2007 in Praia da Luz verschwand, beteiligt. Jetzt erhebt er einen Vorwurf gegen Scotland Yard: Ihnen könnte der wahre Täter entkommen, weil sie ihn aus den falschen Gründen ausschließen, berichtet aktuell der "Daily Star".

Maddie McCann wird seit über 12 Jahren vermisst (Archivbild).
Maddie McCann wird seit über 12 Jahren vermisst (Archivbild).  © DPA

Fast zynisch könnte man sagen, dass "passend" zum 12. Jahrestag des Verschwindens von Maddie McCann ein neuer Verdächtiger in den Medien "bekanntgegeben" wurde.

Dabei handelte es sich eigentlich um einen alten Verdächtigen: Den Kindermörder Martin Ney (48), der in einem deutschen Gefängnis sitzt (TAG24 berichtete).

Kurz nachdem weltweit berichtet wurde, dass aktuell gegen Ney erneut ermittelt würde und das britische Ermittlerteam mit der deutschen Polizei in Kontakt stünde, wurde diese Meldung wieder zurückgezogen: Ney sei doch nicht der aktuelle Verdächtige (TAG24 berichtete).

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Zu den Gründen, warum die britische Polizei angeblich nicht gegen den 48-Jährigen ermittelt, schwiegen sich die Ermittler - wie so oft - aus. Der Ex-Cop Gamble erklärte exklusiv gegenüber dem "Daily Star", warum er es für wichtig hält, an Ney als Verdächtigen festzuhalten:

"Der Deutsche ist ein Straftäter, der Jungen bevorzugt und es ist ungewöhnlich, dass jemand mit einer bestimmten Präferenz einen anderen Weg einschlägt... Allerdings konzentrieren sich einige Straftäter auf das Alter und nicht auf das Geschlecht."

Ist Martin Ney doch in den Fall Maddie McCann involviert?

Kate McCann (damals mit ihrem Sohn) hofft noch immer, dass Maddie gefunden wird (Archivbild).
Kate McCann (damals mit ihrem Sohn) hofft noch immer, dass Maddie gefunden wird (Archivbild).  © DPA

Gamble ist der Meinung, dass Ney durchaus der Täter sein könnte. Ney hat einst zugegeben, Portugal besucht zu haben, behauptete aber, es wäre mehrere Jahre vor Maddies Verschwinden gewesen.

Der Sprecher, der Familie McCann wollte Ney als möglichen Verdächtigen ebenfalls nicht ausschließen. Clarence Mitchell sagte laut "Daily Star": "Er könnte es sein. Er passt zum Profil... Er ist ein bekannter räuberischer Pädophiler und ein Ausländer. Er trug Tarnkleidung, trug Messer und sprang aus den Büschen, um sich auf die Opfer zu stürzen."

Macht es aus den genannten Gründen nicht doch Sinn erneut gegen den Mörder dreier Jungen zu ermitteln? Das wollte der "Daily Star" direkt von Scotland Yard wissen und bat um eine Stellungnahme. Bisher gibt es diese jedoch noch nicht.

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