Eltern fuhren mit dem Mietwagen, in dem Maddies DNA gefunden wurde, 11.000 Kilometer

Praia da Luz (Portugal) - Der Fall Madeleine McCann steht seit der neuen umfangreichen Netflix-Dokumentation und einem mehrteiligen Podcast der News-Seite "Nine.com.au" wieder im Fokus der Öffentlichkeit. Am Montag veröffentlichte "Nine.com.au" einen weiteren Bericht über den Fall, der ihn noch mysteriöser erscheinen lässt.

Maddie McCann auf einer der zahlreichen Suchanzeigen.
Maddie McCann auf einer der zahlreichen Suchanzeigen.  © DPA

Bekannt war bereits, dass Maddies Eltern Wochen nach ihrem Verschwinden einen Mietwagen liehen, in dessen Kofferraum später DNA der Vermissten gefunden wurde.

Doch jetzt zeichnete "Nine.com.au" detailliert nach, wie weit und wohin die McCanns fuhren: Mehr als 11.000 Kilometer legten Kate und Gerry demnach zurück - fuhren sogar nach Spanien.

Am 27. Mai, also 24 Tage nachdem Madeleine McCann aus einer Ferienwohnung im portugiesischen Praia da Luz verschwand, mieteten ihre Eltern einen silberfarbenen Renault Scenic.

Bereits einen Tag später schlug ein Leichenspürhund Alarm, als Forensiker den Kofferraum des Wagens inspizierten und nicht schlüssige DNA von Maddie darin fanden (TAG24 berichtete).

Bis vor Kurzem bot der weltweit führende DNA-Experte Dr. Mark Perlin seine Hilfe an, um diese mit neuesten Messmethoden zu entschlüsseln, doch stieß seitens der britischen Polizei nur auf eine Wand des Schweigens - warum ist vollkommen offen.

Der Fund der DNA war einer der Gründe, warum Kate und Gerry McCann in Portugal zu den Verdächtigen zählten, bis die Behörden in Portugal den Fall im August 2008 einstellten.

11.329 Kilometer in vier Monaten: Wohin reisten die Mccanns mit dem Mietwagen?

Kate und Gerry McCann am 6. Juni 2007, als ihre Tochter gut einen Monat verschwunden war.
Kate und Gerry McCann am 6. Juni 2007, als ihre Tochter gut einen Monat verschwunden war.  © Jens Kalaene dpa/lbn

Maddies Eltern, die beide Ärzte sind und im britischen Rothley leben, bestreiten bis heute, dass sie am Verschwinden ihrer Tochter beteiligt waren. "Nine.com.au" stellt in dem Bericht klar, dass man den McCanns in keinem Fall eine Beteiligung unterstellen wolle.

Dennoch zeichnet die News-Seite detailliert nach, wer den Renault fuhr und wo der Mietwagen überall war. Demnach hatte das Auto einen Kilometerstand von 3114, als er geliehen wurde und 14.443, als er am 23. September 2007 zurückgegeben wurde.

Nicht nur Maddies Eltern sollen das Fahrzeug genutzt haben, sondern auch Gerrys Schwager Alexander Cameron und Michael Wright, der Mann einer Cousine von Kate McCann.

Die portugiesische Polizei sammelte in der Zeit zahlreiche Mobilfunkdaten der Beteiligten. So konnte man nachverfolgen, dass der Renault nicht nur in und um Praia da Luz genutzt wurde, sondern sogar bis nach Spanien fuhr.

An der Stelle stößt der Bericht von "Nine.com.au" an seine Grenzen. Zwar wurde eine Karte mit zahlreichen Stationen erstellt, jedoch weiß niemand warum die McCanns an den diversen Orten waren.

Der Fall um die verschwundene Madeleine McCann wird dadurch nur noch mysteriöser.

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