Maddie McCann auf Netflix: Die Eltern erheben schwere Vorwürfe!

Praia da Luz - Seit die Netflix-Doku über die jahrelange Suche nach Maddie am vergangenen Freitag anlief, steht die Welt der McCanns nicht mehr still. Jetzt machen die den Produzenten sogar Vorwürfe...

Die Eltern sind wütend über die Netflix-Doku über Maddie McCann.
Die Eltern sind wütend über die Netflix-Doku über Maddie McCann.  © youtube/netflix

Was ist geschehen an jenem schlimmen Tag, als Madeleine "Maddie" McCann vor fast zwölf Jahren aus der Ferienanlage in Portugal verschwand? Dieser Frage gehen die Macher der 8-teiligen Dokumentation nach. Dabei wird ein Bogen gespannt - bis in die heutige Zeit.

Es gibt immer wieder zähe Wiederholungen alter Beiträge, in denen die Eltern Kate und Gerry wieder und wieder ihre Verzweiflung schildern, ihre Unschuld im Fall betonen.

Es werden unterschiedliche Fahndungsbilder gezeigt, auch wie diese entstehen. So beispielsweise von der forensischen Polizei-Zeichnerin Melissa Little, die sich intensiv mit den Opfern auseinandersetzt, um gute Zeichnungen zu erstellen.

Allerdings gibt es oft auch Abbildungen, bei denen sich viele User fragen, was diese sollen. Denn meist wird eine gesichtslose Person gezeigt.

Es soll jene Person sein, die an diesem Abend von einer Bekannten von Maddies Mutter gesehen worden sein soll. Aber was kann man mit einem Fahndungsfoto anfangen, das kein Gesicht zeigt?

Aber das ist nicht alles, was die Eltern an der Doku stört. Zwölf lange Jahre ist das grausame Erlebnis schon her - bis heute gibt es keinerlei Spur - nur Vermutungen und Spekulationen. Man sieht Maddies Eltern in alten Einspielern, aber nicht aktuell in der Doku. Sie kommen nicht zu Wort in den gesamten 424 Minuten!

Die forensischen Polizei-Zeichnerin Melissa Little erklärt ihre Herangehensweise beim Erstellen der Fahndungsbilder.
Die forensischen Polizei-Zeichnerin Melissa Little erklärt ihre Herangehensweise beim Erstellen der Fahndungsbilder.  © youtube/netflix

"Das Verschwinden von Madeleine McCann" bestreiten allein Ermittler und Augenzeugen, die sich äußern. Insgesamt habe diese Dokumentation 23 Millionen Euro gekostet, so die Macher.

Auf der Homepage >> "findmadeleine.com" machen nun Kate und Gerry McCann ihrer Wut Luft: "Die Produktionsfirma informierte uns über die Dokumentation und bat uns, ein Teil davon zu werden. Wir haben es damals nicht verstanden, und verstehen es noch immer nicht, wie die Dokumentation helfen soll, Madeleine zu finden."

Auf der Maddie-Homepage begründen die Eltern das Weiterführen ihrer Suche mit den Worten: "Nichts deutet darauf hin, dass Madeleine geschädigt wurde. Madeleine wird immer noch vermisst, und jemand muss ja nach ihr suchen. Sie ist jung und verletzlich und braucht unsere Hilfe. Wir lieben sie sehr und vermissen sie ..."

Das Ärzte-Paar aus Großbritannien lässt nichts unversucht, um Hinweise auf den Verbleib der verschwundenen Tochter zu bekommen.

Dass diese "Netflix"-Produktion dabei helfen könne, überzeugt beide nicht! Ganz im Gegenteil. Die McCanns befürchten, die Suche nach Maddie könne dadurch erschwert werden: Denn "aktive polizeiliche Ermittlungen könnten sogar behindert werden. Unsere Ansichten werden in der Doku nicht dargestellt."

Aber: Eine gute Sache hat die Doku zumindest für andere Eltern. Im Zuge der intensiven Bemühungen konnten 13 andere vermisste Kinder gefunden werden!

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