Preetz, Marcelinho und... Das ist Herthas Jahrhundertelf

Ludwig Müller (li.) gegen Bernd Nickel von Eintracht Frankfurt.
Ludwig Müller (li.) gegen Bernd Nickel von Eintracht Frankfurt.

Berlin – Es ist nur eine Spielerei - und doch eine spannende. Zu Vereins-Jubiläen erinnern sich Fans gerne an die größten Spieler der Geschichte. Und so wird auch zum 125. Geburtstag von Hertha BSC am (heutigen) Dienstag diskutiert, wer wohl in eine Top-Elf des Berliner Fußball-Bundesligisten gehört. Eine - subjektive - Auswahl der Deutschen Presse-Agentur:

Gabor Kiraly (1997-2004/198 Bundesligaspiele/0 Tore)

Der Kult-Keeper. Nicht nur wegen seines Markenzeichens - der langen, grauen Jogginghose - blieb der Ungar im Gedächtnis. Mit einem Abschlag erzielte Kiraly im Juli 1998 sogar das Tor des Monats.

Arne Friedrich (2002-2010/231/14)

Der Nationalspieler. Kein Spieler der Hertha-Geschichte lief häufiger für Deutschland auf. Für die Berliner war Friedrich lange Jahre Kapitän - auch als der Club in seiner Abschiedssaison abstieg.

Uwe Kliemann (1974-1980/168/13)

Der Funkturm. Der 1,96 Meter lange Verteidiger bekam den prägnanten Spitznamen aufgrund seiner Größe und Kopfballstärke. Erst mit 25 Jahren kam der Berliner als Profi in seine Geburtsstadt zurück.

Erich Beer (am Ball) beim Spiel beim UEFA-Cup-Spiel gegen Roter Stern Belgrad (1979).
Erich Beer (am Ball) beim Spiel beim UEFA-Cup-Spiel gegen Roter Stern Belgrad (1979).

Ludwig Müller (1972-1975/97/10)

Der Franke. Nicht nur bei Hertha, sondern auch beim 1. FC Nürnberg wurde der "Straßenfußballer" (Selbstaussage) in die Jahrhundertelf des Vereins gewählt.

Eyjölfur Sverrisson (1995-2003/140/9)

Der Kämpfer. Als der Naturliebhaber aus Island, genannt Jolly, nach Berlin kam, spielte Hertha 2. Liga. Mit Publikumsliebling Sverrisson gelang der Weg bis in die Champions League.

Pal Dardai (1997-2012/286/17)

Der Rekordspieler. Nur wenige Profis identifizieren sich so mit ihrem Club wie der Ungar. Nach der aktiven Zeit ging es als Coach weiter - und die nächste Generation ist mit Sohn Palko auch schon aktiv.

Hanne Sobek (1925-1944)

Der Meisterkapitän. Als herausragender Spieler führte er die Teams der einzigen beiden Meisterjahre 1930 und 1931. Heute erinnert der Hanne-Sobek-Platz am Gesundbrunnen an Herthas ersten großen Star.

Erich Beer (1971-1979/253/83)

Die Legende. Am Ende sei er froh gewesen, dass Michael Preetz ihn als Rekordtorschützen ablöste, berichtete Ete einmal. Auch wegen seiner selbstlosen Art ist Beer noch heute bei Fans höchst beliebt.

Marcelinho darf in der Jahrhundertelf natürlich nicht fehlen.
Marcelinho darf in der Jahrhundertelf natürlich nicht fehlen.

Axel Kruse (1990-1991; 1996 - 98/23/2)

Der Aufstiegsexperte. Gleich zweimal war er bester Torschütze, als Hertha die Rückkehr schaffte. Nur im Oberhaus brillierte Kruse nicht – 1991 wechselte er nach Frankfurt, 1998 folgte das Karriereende.

Marcelinho (2001-2006/155/65)

Der Extravagante. Bunte Schuhe, bunte Haare - der Brasilianer fiel nicht nur durch Kabinettstückchen auf. Seine Technik war überragend, auch das Leben abseits des Platzes genoss er mit Leichtigkeit.

Michael Preetz (1996-2003/196/84)

Der Rekordschütze. Als einziger Hertha-Spieler gewann der Stürmer mit 23 Treffern 1998/99 die Bundesliga-Torjägerkanone. Inzwischen lenkt er im Gespann mit Dardai als Geschäftsführer die Geschicke.

Mit dieser Elf im Interview konfrontiert will Preetz bei keinem Namen widersprechen - und findet doch noch zahlreiche Spieler, die ebenfalls große Dienste für Hertha geleistet haben: Ob Volkmar Groß, Michael Sziedat, Lorenz Horr, Karl-Heinz Granitza, Norbert Nigbur oder Hanne Weiner... eigentlich bräuchte es wohl mindestens zweimal die Top-Elf der Berliner.

Rekordtorschütze und heutiger Manager Michael Preetz.
Rekordtorschütze und heutiger Manager Michael Preetz.  © DPA

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