Nach mysteriösem Mord: Tötete der Tatverdächtige die zweifache Mutter im Wahn?

Preetz - Nach dem gewaltsamen Tod einer zweifachen Mutter in Preetz (Landkreis Plön) hat die Staatsanwaltschaft die Unterbringung des Tatverdächtigen in einer Psychiatrie beantragt.

Ein Polizeisigel verschließt die Tür zur Wohnung der getöten Frau.
Ein Polizeisigel verschließt die Tür zur Wohnung der getöten Frau.  © DPA

Laut Gutachten eines psychiatrischen Sachverständigen leide der 24-Jährige unter einer so schweren psychischen Erkrankung, "dass er bei der Begehung der Tat aufgrund von Wahnvorstellungen nicht schuldfähig gewesen sein dürfte", teilten Staatsanwaltschaft und Polizei am Donnerstag mit.

Darüber muss nun das Amtsgericht Neumünster entscheiden. Der Mann befindet sich seit dem Wochenende in Untersuchungshaft.

Der im Juli 2015 als Flüchtling aus Afghanistan nach Deutschland gekommene Tatverdächtige hatte sich am Samstag der Polizei gestellt und angegeben, die 36-jährige Frau getötet zu haben (TAG24 berichtete). Seitdem schweigt er zu den Vorwürfen.

Laut Obduktion hatte die Frau mehrere Messerstiche erlitten. Die Mordwaffe fanden die Ermittler in der Nähe der Leiche.

Noch immer ist der genaue Beziehungsstatus zwischen dem Tatverdächtigen und der Ermordeten unklar. Bisher haben die Ermittler keinerlei Anhaltspunkte, dass sich die Frau in der Flüchtlingshilfe engagierte.

Das Opfer und der mutmaßliche Täter lernten sich nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei im Frühjahr 2018 im privaten Umfeld kennen.

Nach seiner Ankunft in Deutschland hielt sich der 24-Jährige mit einer Aufenthaltsgenehmigung in Deutschland auf.

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