Premiere! Das ist neu in der Leipziger Innenstadt

OB Jung darf den Brunnen auf der Petersstraße enthüllen.
OB Jung darf den Brunnen auf der Petersstraße enthüllen.

Leipzig - Die Leipziger Innenstadt ist um ein Highlight reicher: Am Mittwochvormittag weihte Oberbürgermeister Burkhard Jung (59) den ersten Trinkwasserbrunnen der Messestadt ein.

Mitten auf der Petersstraße, auf Höhe von H&M und Hugendubel, steht nun eine 150 Zentimeter hohe Säule aus Marmor und Bronze. Aus ihr sprudeln von Frühling bis Herbst täglich gut zwei Kubikmeter frisches Trinkwasser.

Der Brunnen wurde Leipzig bereits 1999 von der Stadt Wien geschenkt. Der österreichische Künstler Hans Muhr hat ihn erschaffen. Es sei gar nicht mal so einfach gewesen, einen geeigneten Stellplatz dafür zu finden, sagte Wasserwerke-Sprecherin Katja Gläß (37) im Gespräch mit TAG24. Schließlich müssen Trink- und Abwasserleitungen nah beieinander liegen.

Nachdem der Künstlerbrunnen 18 Jahre lang Zeit hatte einzustauben, setzte sich das Leipziger Jugendparlament, allen voran Pauline Haupt (22) und Rudy Brabec (17), seit Sommer 2016 dafür ein, dass er endlich in Betrieb genommen wird.

"Auf der nächsten Ratsversammlung wird dann darüber abgestimmt, wo die nächsten zwei bis drei Brunnen aufgestellt werden", so Haupt. Für den historischen Wiener Brunnen entstanden der Stadt keinerlei Kosten.

Der erste Trinkwasser-Brunnen in der Petersstraße wurde im Juli 2017 eingeweiht..
Der erste Trinkwasser-Brunnen in der Petersstraße wurde im Juli 2017 eingeweiht..

Die Kosten für das frische Trinkwasser werden schätzungsweise rund 3,50 Euro pro Tag betragen. Gesponsert wird das von der Leipziger Gruppe.

"Der Künstlerbrunnen entstand aus Verbundenheit zur Stadt Leipzig. Er ist besucher-, gäste- und touristenfreundlich. So ein Brunnen gehört einfach zum Angebot der großen Städte dieser Welt", betonte Oberbürgermeister Jung. Der Clou an dem Bauwerk: Das Wasser sprudelt aus drei Düsen. Findet der Wasserstrahl zusammen, bildet sich der Buchstabe "W" für "Wasser". Auf Knöchelhöhe gibt es außerdem ein kleines Auffangbecken für alle durstigen Vierbeiner.

Dabei ist der Trinkwasserbrunnen besonders hygienisch. Da man weder einen Knopf, noch einen Hebel bedienen muss, kommt er ganz ohne Keimbelastung aus.

An welchen Standorten die nächsten Brunnen aufgestellt werden, sollen die Leipziger bei einer Bürgerbeteiligung entscheiden dürfen, so Katja Gläß. Der Wiener Brunnen dient also nur als Startschuss für ein großes, sprudelnd frisches Leipzig-Projekt.


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