AfD-Antisemit Gedeon: "Ich finde auch Schwule in der Partei nicht gut!"

Stuttgart - Jetzt äußert sich Stuttgarts AfD-Landtagsabgeordneter Wolfgang Gedeon zum eingeleiteten Parteiausschlussverfahren gegen seine Person - der Vorwurf: Antisemitismus.

Wolfgang Gedeon (rechts) am Donnerstag bei der Pressekonferenz. Neben ihm der Landtagsabgeordnete Stefan Räpple.
Wolfgang Gedeon (rechts) am Donnerstag bei der Pressekonferenz. Neben ihm der Landtagsabgeordnete Stefan Räpple.  © Niklas Noack

Gedeon rechtfertigt seine Äußerungen auf seiner Pressekonferenz gegen die Gründung der Vereinigung jüdischer AfDler damit, dass er auch "Schwule in der Partei" nicht gut findet. Gedeon findet, dass solche Gruppen nicht die Interessen der AfD vertreten.

Gedeon nannte die Gründung einer Vereinigung jüdischer AfDler als "problematische Angelegenheit" und als "zionistische Lobbyorganisation". Sie sei "überflüssig wie ein Kropf". Wegen solchen Äußerungen wird ihm in der Öffentlichkeit und auch in der AfD selbst Antisemitismus vorgeworfen. Deshalb soll er aus seiner Partei ausgeschlossen werden.

Wie er auf der Pressekonferenz verlauten ließ, fühlt sich Gedeon trotzdem nicht isoliert in der AfD. Unterstützung erfährt er von seinem Parteikollegen und AfD-Landtagsabgeordneter Stefan Räpple, der auf der Pressekonferenz Gedeon den Rücken stärkt. Räpple spricht von Mobbing in der AfD. Auch ihm wurde schon der Ausschluss angedroht, so Räpple auf der Pressekonferenz.

Verlassen wollen trotzdem weder Gedeon noch Räpple die AfD. Sie halten sie für eine wichtige Partei.

Gedeon wird auch aufgrund seines Buches Antisemitismus vorgeworfen. In seinem Buch schreibt er auf 30 Seiten über eine "zionistische Verschwörung". Seiner Meinung nach wollte er mit dem Buch eine Diskussion in der Gesellschaft anstoßen. Denn er will keine israelische Politik in Deutschland, sondern deutsche Politik in Deutschland.

Dass seine Partei, die AfD, aufgrund solcher Äußerungen nun einen Parteiausschluss einleitet, findet Gedeon einfach nur "grotesk" und "lächerlich".

Titelfoto: Niklas Noack

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