Wie neugierig ist der Elektro-BMW?

Seit 2013 wird der Elektrowagen BMW i3 in Leipzig gefertigt. Doch das Auto verrät laut ADAC zu viel über die Fahrer.
Seit 2013 wird der Elektrowagen BMW i3 in Leipzig gefertigt. Doch das Auto verrät laut ADAC zu viel über die Fahrer.

Von Andrzej Rydzik

Leipzig - Wenn der Fortschritt den gläsernen Autofahrer zur Folge hat: Der ADAC hat das elektronische System des Elektro-Modells BMW i3 unter die Lupe genommen.

Ergebnis: Der in Leipzig produzierte Wagen speichert und sendet automatisch Standortdaten, macht so Bewegungsprofile möglich.

Keine Datenpanne, aber ein Aufreger: Der ADAC ist beim BMW i3 auf „auffällige Daten“ gestoßen, die Rückschlüsse auf die Fahrer sowie ihre Gewohnheiten zulassen.

So speichere das Elektroauto die Positionen der zuletzt genutzten Ladestationen und die 100 letzten Abstellpositionen. Problemlos sei in den Fachwerkstätten über die Diagnose-Systeme möglich, die zurückgelegten Wegstrecken nachzuvollziehen.

BMW-Konzernsprecherin Nadja Horn erklärt dazu: „Die Daten sind nur technischer Natur, dienen der Erkennung und Behebung von Fehlern sowie der Optimierung von Fahrzeugfunktionen.“

Gespeichert werden die Daten für sechs Monate. Und: „BMW speichert weder eine Historie der gefahrenen Strecken, noch zu welchen Zeiten sich das Auto an welchem Ort befunden hat“, so Horn.

Käufer könnten die Datenerhebung und -übertragung problemlos deaktivieren.

Foto: dpa/Jan Woitas


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