Neuer Plan der Stadt für die Problemzone "Tüte"

Der Weg soll von 4,50 Meter auf breite neun Meter ausgeweitet werden.
Der Weg soll von 4,50 Meter auf breite neun Meter ausgeweitet werden.

Bielefeld - Die Bielefelder "Tüte", der Eingang der S-Bahn am Hauptbahnhof, ist der Hotspot der Drogen- und Trinkerszene. Jetzt sollen diese Pläne die Lage entschärfen.

Jeden Abend versammeln sich unzählige Angetrunkene und Drogenkonsumenten an der "Tüte" und schrecken Fahrgäste ab und verunsichern Passanten. Schon lange versuchen die Bielefelder Politiker und Polizeibeamten, eine Lösung für die Problemzone zu entwicklen.

Bisher blieben jedoch sämtliche Bemühungen ohne Erfolg. Sei es Verstärkungen der Sozialarbeit, häufigere Polizeikontrollen und Einsätze, alles brachte keine Besserung.

Nun gibt's ein Grobkonzept, das Abhilfe schaffen soll. Im Mittelpunkt soll eine Verbreiterung des Weges von 4,50 Meter auf neun Meter stehen, so die Neue Westfälische.

"Das entzerrt die Situation erheblich und gestaltet das Miteinander verträglicher, weil sich die Personen, die sich dort aufhalten, eher von der Tüte weg orientieren", erklärte Ordnungsdezernentin Anja Ritschel (Grüne).

Bisher versammelten sich Drogen- und Alkoholkonsumenten an der "Tüte".
Bisher versammelten sich Drogen- und Alkoholkonsumenten an der "Tüte".

Zudem sollen die Fahrradbügel in Richtung Stadthalle verschoben werden und drei bis acht Bäume gefällt werden. Weiterhin soll aus dem Trampelpfad in Richtung Ostmannturmviertel ein "richtiger" Weg mit Grant entstehen.

Schon im Frühjahr 2018 könnten die Bauarbeiten umgesetzt werden, so Ritschel. Darüber hinaus haben der Umweltbetrieb, das Baudezernat, der Immobilienservice, die Stadthalle und das Architekturbüro Wehberg zusätzliche Änderungen an der angrenzenden Herbert-Hinnendahl-Straße vorgelegt.

Vor allem die "Wasserrinne", die am Rand der Grünfläche endet, soll weg. Dafür soll nun eine 45 Meter lange Betonbank errichtet werden. Davon sind die Bezirksvertreter Mitte jedoch gar nicht begeistert, weil sie besonders von den Problemszenen besetzt werden könnte.

Die Politiker wollen lieber einen begehbaren Weg und einen Radweg in der Straße haben. Zusätzlich soll die Verwaltung prüfen, ob eine Videoüberwachung und eine bessere Beleuchtung möglich ist.

Finanziert werden sollen die Kosten durch das Förderprogramm für den Stadtumbau (Insek). Problem ist, dass die Gelder aus den Mitteln frühestens 2020 fließen würden.


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