Promi-Koch zurück in der Provinz

Das „Erbgericht“ von Heeselicht ist seit fast 80 Jahren in Familienbesitz.
Das „Erbgericht“ von Heeselicht ist seit fast 80 Jahren in Familienbesitz.

Stolpen - Er kochte schon in Hong Kong, im Schwarzwald und in Kitzbühel. Philipp Haufe (24) servierte seine Menüs auch Promis wie den Geissens oder RTL-Star Katja Burkard. Doch nun ist er in seine Heimat zurückgekehrt - als Küchenchef im Familienbetrieb „Landhotel Zum Erbgericht“ in Heeselicht.

Was bewegt einen jungen Mann aus den kulinarischen Metropolen zurück in die Provinz? „Die Selbständigkeit war immer mein Wunsch. Und im Familienbetrieb passt das einfach“, sagt der neue Chefkoch.

Das Erbgericht ist nämlich seit 1936 im Familienbesitz. Mit 14 Jahren nahm Philipp Haufe den Kochlöffel im Leipziger Gourmetrestaurant „Falco“ bei Peter Maria Schnur in die Hand und in der „Bülow Residenz“ in Dresden bei Dirk Schröer.

Dort bekam er eine Ausbildung angeboten, kochte danach in 2- und 3-Sterne-Restaurants (mehr Sterne gehen nicht!).

Philipps Eltern Karsten (48) und Silke Haufe (48) kümmern sich nun vorrangig um das Hotel.
Philipps Eltern Karsten (48) und Silke Haufe (48) kümmern sich nun vorrangig um das Hotel.

Für die Herausforderung in der Heimat brachte er seinen Sous-Chef Stefan Albrecht (24) aus Kitzbühel mit. Gemeinsam entwickelten sie eine neue Karte, arbeiten an Details.

„Bei uns ist alles frisch, regional und saisonal“, sagt Haufe. „Wenn mal ein Tester vorbeikommt, lehne ich nicht ab, aber für mich ist der Stern kein Ziel mehr“, scherzt Haufe. „In der Küche soll der Spaß bleiben. Mit einem Stern ist der Druck viel zu groß.“

Er zog aus, um ein guter Koch zu werden: Jetzt leitet Philipp Haufe mit nur 24 Jahren sein eigenes Restaurant.
Er zog aus, um ein guter Koch zu werden: Jetzt leitet Philipp Haufe mit nur 24 Jahren sein eigenes Restaurant.

Fotos: Holm Helis


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