Frau trennt sich von Freund, weil sie Prostitution nachgehen will, da schießt er ihr in den Kopf

Frankfurt am Main - Im Prozess gegen einen Mann, der mehrere Schüsse auf seine ehemalige Lebensgefährtin abfeuerte, hat die Staatsanwaltschaft zehn Jahre und zwei Monate Haft gefordert.

Die Prostituierte wartete auf Kundschaft, als der Angeklagte die Schüsse auf sie abgegeben haben soll (Symbolbild).
Die Prostituierte wartete auf Kundschaft, als der Angeklagte die Schüsse auf sie abgegeben haben soll (Symbolbild).  © 123RF/Katarzyna Białasiewicz

Vor dem Landgericht Frankfurt plädierte der Anklagevertreter nach Angaben vom Freitag auf versuchten Totschlag und unerlaubten Waffenbesitz.

Die Schwurgerichtskammer will am kommenden Mittwoch das Urteil verkünden. (AZ 3590 Js 209327/19)

Die 30 Jahre alte Frau hatte sich Anfang vergangenen Jahres von dem Partner getrennt, um wieder Straßenprostitution am Messegelände in Frankfurt auszuüben.

Dort suchte der Mann die Prostituierte Ende Februar auf, um sie wieder für sich zurückzugewinnen.

Als sie sich weigerte, schoss er mehrfach auf sie – eine Kugel aus der Pistole (Baujahr 1917) traf den Kopf der Frau und blieb im Kiefer des Opfers stecken.

Auch beim anschließenden Suizid-Versuch des 50-Jährigen auf der Straße beim Messegelände erwies sich die betagte Waffe als zu schwach.

Waffe zu alt: Auch Suizid-Versuch des Angeklagten scheitert

Der Schuss in den Kopf des Angeklagten blieb ebenfalls ohne tödliche Folgen – auch dieses Projektil blieb stecken.

Zwischenzeitlich hatte ein Querschläger ein vorbeifahrendes Auto auf der stark befahrenen Straße getroffen, aber niemanden verletzt.

Die Verteidigung legte sich im Strafmaß nicht fest, plädierte jedoch lediglich auf fahrlässige Taten.

Normalerweise zieht die Redaktion es vor, nicht über Suizid-Versuche zu berichten. Da sich der Fall jedoch komplett im öffentlichen Raum abgespielt hat, hat sich die Redaktion entschieden, diesen Vorfall zu thematisieren.

Solltet Ihr selbst von Selbsttötungsgedanken betroffen sein, bei der Telefonseelsorge findet Ihr rund um die Uhr Ansprechpartner, natürlich auch anonym. Die Telefonseelsorge erreicht Ihr unter diesen bundeseinheitlichen Telefonnummern: 08001110111 oder 08001110222 oder 08001110116123.

Titelfoto: 123RF/Katarzyna Białasiewicz

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