Männer bauen Prostitutions-Netzwerk mit Transsexuellen aus Thailand auf

Hanau - Wegen des Aufbaus eines deutschlandweiten Prostitutions-Netzwerks mit Transsexuellen aus Thailand müssen sich fünf mutmaßliche Bordellbetreiber vom Dienstag (9 Uhr) an vor dem Landgericht Hanau verantworten.

Die Männer hatten die Prostituierten per Flugzeug eingeschleust. (Symbolbild)
Die Männer hatten die Prostituierten per Flugzeug eingeschleust. (Symbolbild)  © DPA

Die Vorwürfe richten sich gegen vier thailändische Frauen und einen deutschen Staatsangehörigen im Alter zwischen 49 und 63 Jahren, wie die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt mitteilte.

Sie sollen gemeinsam mit weiteren Mittätern die Prostituierten per Flugzeug nach Deutschland eingeschleust haben.

Unter anderen handelte es sich laut Anklage um Männer, die sich einer Geschlechtsumwandlung zur Frau unterzogen hatten.

Dies geschehe in Thailand teils bereits mit der Absicht, sich zu prostituieren. Es gebe dazu eine große Nachfrage in Bordellen, wie sich bei den Ermittlungen gezeigt habe.

Die Prostituierten arbeiteten laut Anklage in Bordellen zunächst in Siegen und dann in einem Rotationsverfahren bundesweit an weiteren Orten, darunter Maintal, Rodgau und Gießen in Hessen, Rastatt, Speyer und Saarbrücken.

Vorgeworfen wird den Angeklagten auch Zwangsprostitution, gewerbs- und bandenmäßiges Einschleusen von Ausländern, Ausbeutung von Prostituierten, Vorenthalten und Veruntreuung von Arbeitsentgelt sowie Steuerhinterziehung.

Das Verfahren dürfte umfangreich werden. Allein die Anklageschrift umfasst nach Gerichtsangaben 228 Seiten. 42 Verhandlungstermine sind bis zum Jahresende angesetzt.

Vermummte Beamte der Bundespolizei kommen aus einem Bordell.
Vermummte Beamte der Bundespolizei kommen aus einem Bordell.  © DPA

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