Das war nur der Anfang: Der Protest-Sturm der "Identitären" geht weiter

Demonstriert wird gegen "Masseneinwanderung, Islamisierung, gescheiterter Integrationspolitik und die stetige Verengung des Sangbaren in diesem Land".
Demonstriert wird gegen "Masseneinwanderung, Islamisierung, gescheiterter Integrationspolitik und die stetige Verengung des Sangbaren in diesem Land".  © DPA

Berlin - Am Freitag versuchten etwa 50 rechtsextreme Demonstranten mit einer Leiter ins Bundesjustizministerium einzudringen (TAG24 berichtete). Die Polizei konnte den unangemeldeten Aufmarsch und Sturmversuch verhindern. Jetzt will aber die "Identitäre Bewegung" den offiziellen Weg gehen.

Am 17. Juni wollen die für ihre Fremdenfeindlichkeit bekannte rechtsextreme Gruppierung erneut in Berlin demonstrieren - immerhin angemeldet.

Wie rbb|24 am Samstag berichtete, liegt der Berliner Polizei, laut einer Antwort der Senatsinnenverwaltung auf Anfrage aus der Grünen-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus, eine offizielle Anmeldung einer Einzelperson im Namen der "Identitären Bewegung Deutschland" vor.

In einem am Samstag veröffentlichten Schreiben von Staatssekretär Torsten Akmann (52, SPD) heißt es weiter, dass rund 1000 Teilnehmer für die Demonstration angemeldet sind. Man gehe in Behördenkreisen von einer Teilnehmerzahl "im oberen dreistelligen Bereich" aus.

Eine ähnliche Versammlung fand 2016 in Wien statt, zu der etwa 1000 Teilnehmer kamen, verwies Akmann. "Die Mobilisierung dürfte insofern international erfolgen", ergänzt er.

Unter dem Motto "Zukunft Europa - bewegen und verändern" wirbt die "Identitäre Bewegung" in den sozialen Netzwerken für die angesetzte Demonstration. Wo genau diese stattfinden soll, werde man auf der Facebook-Seite noch bekanntgeben, heißt es.

Am 19.05.2017 demonstrierten Anhänger der rechten "Identitären Bewegung" vor dem Bundesjustizministerium in Berlin gegen Ressortchef Heiko Mass (50, SPD) und das sogenannte "Netzwerkdurchsetzungsgesetz".
Am 19.05.2017 demonstrierten Anhänger der rechten "Identitären Bewegung" vor dem Bundesjustizministerium in Berlin gegen Ressortchef Heiko Mass (50, SPD) und das sogenannte "Netzwerkdurchsetzungsgesetz".  © DPA

Titelfoto: DPA


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