Protest! Union und Chemie kicken "gegen" die Bullen

Der Unioner Sören Brandy (vorn) und Leipzigs Tim Sebastian beim Hinspiel, das Union mit 2:1 für sich entschied.
Der Unioner Sören Brandy (vorn) und Leipzigs Tim Sebastian beim Hinspiel, das Union mit 2:1 für sich entschied.

Von Kristina Ahnert

Leipzig - Während sich die „Roten Bullen“ intensiv auf das Sonntagsspiel gegen den 1. FC Union Berlin vorbereiten, wird im Leipziger und Berliner Umfeld ein Boykott- und Traditionsspiel geplant.

Die Fanszene der „Eisernen“ aus der Hauptstadt organisiert im Alfred-Kunze-Sportpark ein Aufeinandertreffen der Traditionsteams von Chemie Leipzig und Union.

Anschließend wird es einen Marsch der Fans zur Arena geben, erst zur zweiten Halbzeit der Zweitliga-Partie wollen die Anhänger in der Red Bull Arena erscheinen.

Auf ihrer Homepage bringen die Chemiker allerdings deutlich zum Ausdruck, dass es sich nicht um ein reines Protestspiel handelt:

„Vielmehr geht es uns darum, für den Erhalt einer traditionsreichen Spielstätte und für eine lebendige, aktive Fankultur einzutreten. Deshalb wird der Erlös des Tages auch komplett in die Erneuerung des Alfred-Kunze-Sportparks fließen.“

Über 1500 Gästetickets haben die Chemiker bereits nach Berlin abgesetzt. Für das Spiel gegen RB Leipzig haben sich weitere 4000 Köpenicker Anhänger angekündigt.

Die wollen zwar von Beginn an im Stadion sein, die ersten 45 Minuten aber schweigen. Das hatten die Union-Fans bereits im Hinspiel 15 Minuten lang getan, trugen zudem schwarze „Folien-Ponchos“.

Protestaktion im Hinspiel: Alle Fans in der "Alten Försterei" trugen schwarze Ponchos.
Protestaktion im Hinspiel: Alle Fans in der "Alten Försterei" trugen schwarze Ponchos.

Fotos: dpa, Picture Point


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