Darf man sein Kennzeichen aus Protest drehen?

Protest gegen die Politik: Kurt Böntgen dreht um.
Protest gegen die Politik: Kurt Böntgen dreht um.

Essen – Aus Protest gegen die „Politik und Un-Rechtsprechung“ hat ein Mann aus Essen „Menschen, Volk, Problembürger, Pack und den Rest“ in einem Facebook-Post aufgerufen, die Nummernschilder am eigenen Auto einfach umzudrehen.

Und viele machen mit und diskutieren im Internet darüber.

„Wir bekunden unseren Unmut über Politik und Korruption in Deutschland. Ohne, dass wir an Demonstrationen teilnehmen, wo wir auch Angst haben müssen, dass uns von bezahlten Gegendemonstranten Steine an den Kopf geworfen werden", schreibt Kurt Böntgen auf Facebook.

Weiter: "Und an Demonstrationen kann auch nicht jeder teilhaben. Mit dem umgedrehten Nummernschild können wir aber unsere Meinung zeigen. Und das kann jeder."

Böntgen berichtet weiter, dass er sogar eine Polizeikontrolle passiert habe und der Beamte konnte ihm nichts anhaben und beglückwünschte ihn angeblich zu seiner Idee, weil er sinngemäß in einem rechtsfreien Raum operiere.

Die Reaktion der Polizei Essen folgte prompt – ebenfalls auf Facebook:

„Auch wenn dieser Rechtskenner behauptet, Polizisten haben ihm zum Auffinden einer Rechtslücke im Rahmen einer Kontrolle bereits gratuliert, sei allen mutigen Nachahmern gesagt: § 10 FZV i.V.m. Anlage 4 schreibt genauestens vor, wie und wo ein Kennzeichen angebracht werden muss: lesbar und das natürlich nicht kopfüber!"

Fazit der Polizei: "Wer es anders macht, kann sein Portmonee auch schon mal umdrehen und ein paar Euros rausfallen lassen.“

So reagierte die Polizei Essen.
So reagierte die Polizei Essen.

Fotos: Screenshots Facebook


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