Demo gegen Erdogan: Kurdische Gemeinschaft protestiert gegen Angriffskrieg

München - Mit Spruchbannern, Fahnen und Sprechchören machten am Donnerstagabend Mitglieder und Anhänger der "Konföderation der Gemeinschaften Kurdistans in Deutschland" auf die Situation in Nord- und Ostsyrien aufmerksam.

Zahlreiche Demonstranten demonstrierten gegen den Krieg der türkischen Armee in der Region Rojava (Syrien).
Zahlreiche Demonstranten demonstrierten gegen den Krieg der türkischen Armee in der Region Rojava (Syrien).  © TAG24/Marco Schimpfhauser

Die Anwesenden demonstrierten gegen den "Angriffskrieg der Türkei" und kritisierten in diesem Zusammenhang die türkische Armee, "zivile Gegenden rund um die demokratische Föderation Nord- und Ostsyriens (Rojava)" zu bombardieren.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte einige Stunden zuvor den Beginn der Militäroffensive gegen die kurdische YPG-Miliz ("Yekîneyên Parastina Gel", dt. Volksverteidigungseinheiten) in Nordsyrien verkündet.

Diese wird von der Türkei als Terrororganisation angesehen.

Unter anderem in Flugblättern hieß es: "Erdogan plant eine ethnische und religiöse Säuberung der Region" und "eine humanitäre Katastrophe steht bevor".

Die Demonstranten forderten eine Solidarität mit dem Widerstand in Rojava.

Bei der Kundgebung waren mehrere Polizisten zur Absicherung im Einsatz. Anschließend zogen die Demonstranten noch durch die Münchner Innenstadt.

Bereits am Mittwochabend sind mehrere hundert Demonstranten in Hamburg gegen den Angriffskrieg der Türkei auf die Straße gegangen (TAG24 berichtete).

Titelfoto: TAG24/Marco Schimpfhauser

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