Protest gegen Abriss des Chemnitzer Viadukts wächst

Die Bahn will das Viadukt in Chemnitz abreißen. Dagegen wächst der Widerstand.
Die Bahn will das Viadukt in Chemnitz abreißen. Dagegen wächst der Widerstand.

Von Torsten Schilling

Chemnitz - Die Reihen für den Erhalt des Chemnitztal-Viadukts sind geschlossen. Nach mehreren Landtagsabgeordneten protestieren jetzt auch vier Chemnitzer Bundestagsabgeordnete.

Wie MOPO24 berichtete, will die Bahn will die unter Denkmalschutz stehende Brücke abreißen. Eine Sanierung sei mit 20 Millionen Euro zu teuer. Der Neubau kostet 12,8 Millionen Euro.

Dagegen protestierten der Chemnitzer Stadtrat und elf Landtagsabgeordnete - unabhängig vom Parteibuch. Nun schließen sich die Bundestagsabgeordneten Frank Heinrich (52, CDU), Detlef Müller (51, SPD), Michael Leutert (41, Linke) und Stephan Kühn (36, Grüne) dem Protest an.

Sie fordern in einem gemeinsamem Schreiben an Bahn-Chef Rüdiger Grube (64) nicht nur den Erhalt des Viadukts, sondern auch eine deutliche Verbesserung des Bahnverkehrs.

Ihre Hauptkritikpunkte: "Seit zehn Jahren ist Chemnitz nicht mehr an den Fernverkehr angeschlossen." Keine andere Stadt dieser Größenordnung in Deutschland sei derart benachteiligt. "Das ist nicht länger zu akzeptieren", heißt es weiter.

Von links oben im Uhrzeigersinn: Detlef Müller (51, SPD), Frank Heinrich (52, CDU), Stephan Kühn (36, Grüne) und Michael Leutert (41, Linke) unterstützen den Protest ihrer Kollegen aus dem Landtag.
Von links oben im Uhrzeigersinn: Detlef Müller (51, SPD), Frank Heinrich (52, CDU), Stephan Kühn (36, Grüne) und Michael Leutert (41, Linke) unterstützen den Protest ihrer Kollegen aus dem Landtag.

Fotos: PR/Rainer Kurzeder (1), Sven Gleisberg (1), Heinz Patzig (2), dpa/Jan Woitas (2)


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