Vorbestrafter Junkie landet wieder im Knast

Jan K. (30) hatte mächtig Arbeit bei den Einbrüchen - landete letztlich aber vor Gericht.
Jan K. (30) hatte mächtig Arbeit bei den Einbrüchen - landete letztlich aber vor Gericht.

Von Steffi Suhr

Dresden - Wie einst Egon Olsen: Erst einen Plan haben, dann viel Arbeit damit. Aber am Ende war alles umsonst und er landet wieder im Gefängnis.

So etwa agierte auch Jan K. (30), der im Drogenrausch dämliche Einbrüche beging. Am Montag saß er vorm Amtsrichter.

„Ich war nur unter Drogen, brauche dringend eine Therapie“, sagte Jan K. und gestand:

So fuhr er im November 2014 mit dem Moped ins Käbschütztal, stieg dort in ein Kaolin-Werk ein. „Ich wollte den Tresor aufflexen“, sagte Jan. „Aber das funktionierte nicht.“

Also Plan B: „Da lagen Schlüssel für einen T5 und einen Passat. In beiden Autos lag Werkzeug. Ich dachte, das kann ich vielleicht alles verkaufen.“

So fuhr er erst den T5 weg, kam zurück, wuchtete das Moped in den Passat, fuhr auch den davon. Einen Käufer fand Jan aber weder für Werkzeuge noch Autos ...

Dafür nutze er den Passat, um Tage später aus einer Garage einen Anhänger zu klauen. Und mit einem Kumpel zusammen, mauste er im Bauhof Lommatzsch 40 Eimer Asphalt (je 25 Kilo)!

„Die Hälfte brachten wir in ein Lager. Mit dem Rest haben wir den Weg an unserer Garage neu gemacht“, so Jan, der aufflog, weil er mit dem geklauten Passat, an dem er falsche Kennzeichen geschraubt hatte, unter Drogen fuhr.

Für all den Unfug kassierte der mehrfach Vorbestrafte 19 Monate Haft und hofft auf eine Drogentherapie.

Fotos: Ove Landgraf


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0