Wer war wirklich Annelis Mörder?

Markus B. (42) schweigt noch immer zu der Bluttat.
Markus B. (42) schweigt noch immer zu der Bluttat.

Dresden - Seit neun Verhandlungstagen sitzen Markus B. (42) und Norbert K. (62) nun schon auf der Anklagebank im Dresdner Landgericht.

Laut Staatsanwalt waren sie es, die die Meißener Schülerin Anneli R. (17) erst entführt und dann umgebracht haben.

Seit Prozessbeginn schweigen die Angeklagten eisern zur Sache. Am Montag kündigte der Anwalt von Markus B. eine Erklärung an. Doch statt erlösender Worte für die Eltern des toten Mädchens streute Anwalt Rolf Franek Zweifel an der Täterschaft seines Mandaten.

Rechtsmediziner Dr. Uwe Schmidt (47) hatte den Todeszeitpunkt des Mädchens nicht genau bestimmen können. Die Funkzellenüberwachung habe aber ergeben, dass Norbert K. während längerer Zeit mit Anneli allein war.

Norbert K. (62) soll ebenfalls Gelegenheit und Motiv für den Mord gehabt haben.
Norbert K. (62) soll ebenfalls Gelegenheit und Motiv für den Mord gehabt haben.

Folglich hätte auch Markus B.s Komplize das Mädchen ersticken können, gab Franek zu Protokoll - und liefert ein mögliches Motiv gleich mit: Panik!

Schließlich war ihnen die Polizei schon auf den Fersen.

Die Beweisaufnahmen ging dann mit Zeugenaussagen weiter - und die warfen ein ungünstiges Licht auf Markus B.. Eine Maklerin, ein Hausbesitzer und Handwerker waren allesamt auf Lügen des Angeklagten hereingefallen.

Als angeblicher Caterer des Weltkonzerns Red Bull "kaufte" er ein Anwesen für 350.000 Euro, zog ein - und zahlte nie. Auch nicht für die Neugestaltung des Gartens und eine neuen Küche im Wert von weiteren 100.000 Euro.

Für die Staatsanwaltschaft ein klares Indiz für das Motiv der mutmaßlichen Mörder und Erpresser: Geldnot! Der Prozess geht weiter.


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