Prozess in Aschaffenburg: Jugendtrainer soll Kinder missbraucht haben

Aschaffenburg - Ein früherer Jugendtrainer muss sich von Donnerstag an wegen sexuellen Missbrauchs zweier Jungen vor dem Landgericht Aschaffenburg verantworten.

Der Prozess gegen den ehemaligen Trainer soll am Donnerstag vor dem Landgericht Aschaffenburg beginnen (Symbolbild).
Der Prozess gegen den ehemaligen Trainer soll am Donnerstag vor dem Landgericht Aschaffenburg beginnen (Symbolbild).  © Paul Zinken/dpa

Der 52-Jährige soll die Mütter der mutmaßlichen Opfer über ein Ringertraining kennengelernt haben.

Als späterer Lebensgefährte der Frauen soll er sich das Vertrauen der Kinder, die bei ihm Sport trieben, erschlichen haben.

Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft versprach der Angeklagte den Jungen Geschenke, um sich an ihnen vergehen zu können.

Wie das Landgericht am Montag mitteilte, sind für den Prozess gegen den Deutschen drei Verhandlungstage angesetzt (Az.: 102 Js 6142/19). Bisher war er den Behörden nicht wegen Sexualdelikten aufgefallen.

Der Angeklagte soll sich etwa von 2005 an bis 2007 mehrfach an einem 14-Jährigen aus dem Landkreis Aschaffenburg vergangen haben, unter anderem in einer kleinen Hütte im hessischen Hanau.

Polizei fand mehr als 100.000 Kinderporno-Dateien

Von 2012 an soll der 52-Jährige dann das damals 12-jährige Kind seiner neuen Freundin immer wieder schwer sexuell missbraucht haben. Einige Taten soll er auch fotografiert haben.

Wie Oberstaatsanwältin Monika Schramm sagte, konnte der Verdächtige mit Hilfe eines der mutmaßlichen Opfer gefasst werden. Bei dem Mann wurden im Frühjahr 2019 mehr als 100.000 Dateien gefunden, die den sexuellen Missbrauch von Kindern zeigen sollen.

Zudem soll der Angeklagte Missbrauchsvideos im Internet verbreitet haben. Der Mann sitzt seit Mai 2019 in Untersuchungshaft.

Titelfoto: Paul Zinken/dpa

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