Nachbarin brutal getötet: Axt-Mörder muss in die Psychiatrie

München - Mit einer Axt soll ein Mann seine Nachbarin ermordet haben - am Freitag (10.30 Uhr) will das Landgericht München I das Urteil gegen den Angeklagten sprechen.

Der Mann gestand, seine Nachbarin mit einer Axt ermordet zu haben. (Symbolbild)
Der Mann gestand, seine Nachbarin mit einer Axt ermordet zu haben. (Symbolbild)  © 123RF

Dem 64 Jahre alten Mann wird vorgeworfen, seine Nachbarin willkürlich und heimtückisch mit Axt und Messer getötet zu haben.

Er gestand die Tat zum Prozessauftakt am Montag. Laut Staatsanwaltschaft leidet der Mann unter einer Persönlichkeitsstörung.

Der 64-Jährige hatte im Prozess angegeben, am Tag der Tat "Wut auf die Welt" verspürt zu haben. Daraufhin habe er sich entschlossen, die nächste Person umzubringen, die ihm begegnet. Nach dem Mord an der Nachbarin in deren Wohnung rief der Mann die Polizei und ließ sich festnehmen.

Er gab weiter an, seit einem Schlaganfall vor sechs Jahren wiederkehrende Tötungsfantasien gehabt zu haben. 2014 hatte er in einer Bankfiliale ein Messer gezogen, um "Terrorist zu spielen". Daraufhin wurde er zeitweise in eine Psychiatrie eingewiesen.

Auch im Falle einer Verurteilung ist es möglich, dass der Mann die Strafe nicht im Gefängnis sondern in einer Psychiatrie absitzen muss.

Update 12.10 Uhr: Axt-Mörder in Psychiatrie eingewiesen

Weil er seine Nachbarin mit einer Axt, einem Seil und einem Messer ermordet hat, wird ein 64-Jähriger in eine Psychiatrie eingewiesen.

Das Landgericht München II urteilte am Freitag, der Mann habe eine krankhaft seelische Störung. Seine Schuldfähigkeit sei "erheblich eingeschränkt", sagte der Richter. Der Angeklagte werde für unbestimmte Zeit in einer Psychiatrie untergebracht.

Sollte die Behandlung frühzeitig beendet werden, müsse er den Rest seiner Haftstrafe von 13 Jahren im Gefängnis absitzen. Seine Verteidigerin kündigte an, keine Revision einzulegen. Das Urteil ist folglich bereits rechtskräftig.

Im Landgericht München I soll am Freitag das Urteil fallen.
Im Landgericht München I soll am Freitag das Urteil fallen.  © DPA

Titelfoto: 123RF

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