Bewaffneter Junkie vergewaltigte Verkäuferin

Sexgangster Henry N. (27,r.) fiel im November über eine Bäckereiverkäuferin her.
Sexgangster Henry N. (27,r.) fiel im November über eine Bäckereiverkäuferin her.

Von Eric Hofmann

Görlitz - Kumpels nannten ihn „Hellboy“, doch die Hölle bereite Henry N. (27) vor allem einer Bäckerin aus Görlitz.

Wie im Horrorfilm lauerte der Sachse ihr nach Ladenschluss auf, misshandelte und vergewaltigte sie und konnte zunächst unerkannt entkommen - bis ihm die Polizei doch auf die Schliche kam.

Jetzt steht er vor dem Landgericht in Görlitz.

Es ist wohl der Albtraum jeder Kassiererin: Spät am 11. November wollte Anita L.* (46) den Görlitzer Edeka-Markt in der Dresdner Straße abschließen. Doch an der Tür lauerte bereits Henry N., drängte sie mit seinem massigen Körper zurück in den Laden.

Mit der einen Hand hielt der berufslose Löbauer die Tür hinter sich zu, mit der anderen drückte er der Bäckerin ein Messer an den Hals.

Das Opfer Anja L. (46) tritt als Nebenklägerin gegen ihren Peiniger auf.
Das Opfer Anja L. (46) tritt als Nebenklägerin gegen ihren Peiniger auf.

Sie schrie vor Angst, doch er raunzte sie nur an: „Wenn du schreist, bist du tot!“.

Dann begrapschte er ihrer Brüste und Scheide, spielte sich am Geschlechtsteil herum. Als sie fliehen wollte, schlug er der Frau brutal ins Gesicht und würgte sie, bis ihr schwarz vor Augen wurde.

Dann zwang er sie, sich auszuziehen, wollte sie zum Oralsex zwingen, penetrierte sie mit dem Finger. Erst gegen 23 Uhr ließ Henry von der verletzten Frau ab, fuhr mit ihrem Auto davon.

Auf zwei Polizisten, die ihn stoppen wollen, raste er trotz drei Schüssen auf das Auto zu, entkam später unerkannt zu Fuß.

Erst Ende April wurde der in der Drogen-Szene unter dem Namen „Hellboy“ bekannte Vergewaltiger geschnappt, kam in Haft. Er war erst am 1. Oktober aus dem Knast entlassen worden.

Vor Gericht gestand er die ganze Tat: „Ich stand unter Alkohol und Crystal“, sagte er. „Eigentlich wollte ich nur das Auto.“ Der Prozess wird fortgesetzt.

Verteidiger und Staatsanwalt haben sich bereits auf eine Strafe zwischen sechseinhalb und sieben Jahren verständigt. Urteil folgt.

Fotos: Jens Trenkler


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