Er wollte zum Dynamo-Spiel, doch dann...

Der einschlägig vorbestrafte Marcel S. drohte der Polizei auf dem Weg zum Dynamo-Spiel Prügel an.
Der einschlägig vorbestrafte Marcel S. drohte der Polizei auf dem Weg zum Dynamo-Spiel Prügel an.

Von Steffi Suhr

Dresden - Eigentlich wollte Marcel S. (25) zum Dynamo-Spiel. Doch der Gebäudereiniger legte sich vorher mächtig mit Polizisten an. So landete er in der Zelle, verpasste das Match und saß am Donnerstag zum Nachspiel vorm Amtsrichter.

Im September 2014 spielte Dynamo gegen Chemnitz. Auf dem Weg ins Stadion bepöbelte Marcel hinterm Hauptbahnhof Polizisten, drohte ihnen Prügel an.

Obermeister Rico H. (37): „Er hatte Quarzhandschuhe in der Hosentasche. Dazu sagte er ‚Die brauche ich. Ich muss zum Stadion.‘“ Kurz: Marcel war mit den sandgefüllten Handschuhen, die wie ein Schlagring wirken, ohnehin nicht auf Fußball, sondern auf Krawall aus.

„Weil er auch noch über zwei Promille hatte, nahmen wir ihn in Gewahrsam“, so der Polizist.

Der einschlägig Vorbestrafte (unter Bewährung): „Inzwischen trinke ich nichts mehr und im K-Block stehe ich auch nicht mehr.“

Allerdings randalierte Marcel laut Anklage später auch im Leipziger Gewahrsam. Als er dort einsaß, weil er zu einem seiner Prozesse nicht erschienen war, demolierte er die Matratze.

Und er soll seiner Ex aus Wut über die Trennung 425 Euro vom Konto geräumt haben. Urteil folgt.

Foto: Thomas Türpe


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