Unfall-Drama! Therapeutin fährt eigene Patientin tot

21 Feuerwehrleute waren nach dem schweren Unfall im Einsatz.
21 Feuerwehrleute waren nach dem schweren Unfall im Einsatz.  © Bernd März

Chemnitz/Gelenau - Den 6. Oktober 2016 wird Monique K. (29) nie mehr vergessen: Eine kurze Unaufmerksamkeit der jungen Frau kostete zwei Menschen das Leben.

Die Ergotherapeutin fuhr gegen 15 Uhr von Gelenau in Richtung Weißbach. Im VW-Transporter auf dem Rücksitz: Marion M. (37), eine schwerst behinderte Patientin. "Es krachte, als würde sie gegen die Scheibe schlagen. Ich bin erschrocken, habe nach hinten geschaut", erzählte Monique K. am Freitag im Landgericht Chemnitz.

Experten sprechen von "Augenblicksversagen" - denn Monique K. verriss dabei das Lenkrad, krachte im Gegenverkehr frontal mit einem Citroen zusammen.

Dessen Fahrer Heinz W. (79) kam schwerst verletzt ins Krankenhaus, starb einige Tage später. Auch die Patientin überlebte den Crash nicht, starb kurz darauf im Krankenhaus.

"Es tut mir alles leid, meine Reaktion war falsch", sagte Monique K., die selber mit Prellungen davonkam, am Freitag leise. Bei den Angehörigen hat sie sich mehrfach entschuldigt. Das Amtsgericht Marienberg hatte sie bereits zu vier Monaten Haft, ausgesetzt zu zwei Jahren Bewährung, verurteilt.

Die Staatsanwaltschaft wollte eine höhere Strafe, ging in Berufung. Das Landgericht erhöhte die Strafe auf sechs Monate, ebenfalls zur Bewährung.

Monique K. (29) kam am Freitag im Landgericht Chemnitz mit Bewährung davon.
Monique K. (29) kam am Freitag im Landgericht Chemnitz mit Bewährung davon.  © Harry Härtel/Haertelpress

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