Vierfache Mutter mit Fahrradschloss erschlagen: War es Mord?

Flensburg - Am Landgericht Flensburg soll noch am Montag das Urteil im Prozess gegen einen 42-Jährigen fallen, dem vorgeworfen wird, seine Frau mit einem Fahrradbügelschloss erschlagen zu haben.

Blick auf das Gebäude des Land- und Amtsgerichts in Flensburg.
Blick auf das Gebäude des Land- und Amtsgerichts in Flensburg.  © Carsten Rehder/dpa

Laut Anklage soll der Mann am 11. April 2019, trotz eines umfassenden Kontaktverbots, zu seiner Frau gegangen und sie in deren Hausflur mit einem Schloss erschlagen haben.

Er habe "aus Wut über die Zurückweisung und um seinen Macht- und Besitzanspruch über seine Familie zu markieren", gehandelt, sagte die Staatsanwältin zu Prozessbeginn Anfang Oktober (TAG24 berichtete).

In den nicht-öffentlichen Plädoyers am 21. Januar hatte die Staatsanwaltschaft eine lebenslange Freiheitsstrafe wegen Mordes gefordert. Die Verteidigung plädierte auf eine Verurteilung wegen Totschlags.

Der in Untersuchungshaft sitzende Mann lebte getrennt von seiner Frau und den vier Töchtern.

Die afghanische Flüchtlingsfamilie war laut Staatsanwaltschaft 2015 nach Deutschland gekommen. Seit 2016 lebt sie in Flensburg.

Polizeibeamte stehen vor einem Gebäude in Flensburg, in dem die tote Frau entdeckt wurde. (Archivbild)
Polizeibeamte stehen vor einem Gebäude in Flensburg, in dem die tote Frau entdeckt wurde. (Archivbild)  © Benjamin Nolte/dpa

Titelfoto: Carsten Rehder/dpa

Mehr zum Thema Mord:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0