Rechtsmediziner rekonstruiert Mord an Tagesmutter im TV 

Der Experte: Rechtsmediziner Benjamin Ondruschka (l.) erklärt Moderator Peter 
Escher, wie der Täter zustach.
Der Experte: Rechtsmediziner Benjamin Ondruschka (l.) erklärt Moderator Peter Escher, wie der Täter zustach.  © MDR

Leipzig - Ein Verbrechen schockte im Oktober 2013 ganz Leipzig: Tagesmutter Monika C. (64) wurde in ihrer Wohnung mit 34 Stichen regelrecht niedergemetzelt. In der MDR-Sendung „Die Spur der Täter“ wird der Mordfall am Mittwochabend rekonstruiert.

Es war ein Mord aus reiner Habgier - so urteilte im Juli 2014 das Leipziger Landgericht und schickte den arbeitslosen Maler Tobias K. (26) lebenslang hinter Gitter. Der Ex-Freund der Tochter des Opfers hatte zuvor die Ersparnisse der Tagesmutter gestohlen - 11.500 Euro!

Als Monika C. das Geld zurückforderte und ihren einstigen Schwiegersohn bei der Polizei anzeigte, war das ihr Todesurteil. Mit einem Fleischermesser und einer Schere tötete der Wurzener die Frau wie im Blutrausch. Danach raubte er der Sterbenden noch den Schmuck und weiteres Geld.

Im Prozess behauptete Tobias K. später, von der Tagesmutter mit einem Messer angegriffen worden zu sein. Tatsächlich hatte er eine Schnittverletzung an der Hand. Doch diese belegte eher das Gegenteil, wie Rechtsmediziner Benjamin Ondruschka herausfand.

In „Die Spur der Täter“ erläutert der Experte detailliert, wie das Verbrechen ablief und wobei sich der Täter tatsächlich verletzte. Zur Bestätigung macht Moderator Peter Escher den Selbstversuch. Mittwoch ab 21.15 Uhr im MDR.

Der Täter: Tobias K. (26) wurde wegen Mordes aus Habgier zu lebenslanger Haft 
verurteilt.
Der Täter: Tobias K. (26) wurde wegen Mordes aus Habgier zu lebenslanger Haft verurteilt.  © Ralf Seegers
Der Tatort: In der Erdgeschoss-Wohnung dieses Leipziger Gründerzeithauses 
wurde Monika C. ermordet.
Der Tatort: In der Erdgeschoss-Wohnung dieses Leipziger Gründerzeithauses wurde Monika C. ermordet.  © Alexander Bischoff
So berichtete die MOPO über den Prozess.
So berichtete die MOPO über den Prozess.  © Dresdner Morgenpost