Fieser Tierquäler bekommt zwei Jahre Katzen-Verbot

Er fügte seiner Katze Amy schwerste Verletzungen zu: Am Dienstag stand Paul G. (30) vor Gericht.
Er fügte seiner Katze Amy schwerste Verletzungen zu: Am Dienstag stand Paul G. (30) vor Gericht.  © Holm Helis

Dresden - Wie muss dieses kleine Tier gelitten haben! Paul G. (30), arbeitsloser Lagerist aus Laubegast, hat seine Katze brutal gequält.

„Am Bauch schwere Hämatome, vier Rippenbrüche, die Hinterläufe lahm.“ Es ist kaum auszuhalten, was die Tierärzte über die Verletzungen von Mieze Amy (damals 1,5) aufgeschrieben haben. Doch Paul G. sitzt regungslos auf der Anklagebank.

Immer wieder ermahnt die Richterin den Arbeitslosen, ehrlich Stellung zu nehmen. Doch der Mann bleibt bei seinen kruden Versionen: Amy habe sich in einer Schublade selbst eingeklemmt, sie sei beim Sprung vom Schrank schlecht gelandet, sei von einer anderen Katze so zugerichtet worden...

Dann zerbröseln drei Gutachter die Geschichten, darunter ein Amtstierarzt. Denn Amy war Paul kurz nach den Taten Anfang 2015 weggenommen worden. „Eine Katze fällt nicht so ohne Weiteres vom Schrank“, heißt es da. Und: „Katzen kratzen und beißen, aber sie prügeln sich nicht.“

Schuldig, lautet das Urteil am Amtsgericht. Paul G. muss 715 Euro Strafe zahlen, darf zwei Jahre keine Tiere halten. 

Und Amy bekommt er auch nicht wieder. Doch dagegen hat er bereits Widerspruch eingelegt, das Urteil will er auch nicht hinnehmen.


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