Porno-Frank durfte zusehen, aber zahlen musste der Nachbar

Auf Pornoseiten bestellte Frank T. Fotos und Filmchen - das kam ihm nun teuer zu stehen. (Symbolbild)
Auf Pornoseiten bestellte Frank T. Fotos und Filmchen - das kam ihm nun teuer zu stehen. (Symbolbild)

Von Theo Stiegler

Zwickau - Das waren die teuersten Brüste seines Lebens - Frank T. (33) aus Zwickau wurde am Dienstag zu 3600 Euro Geldstrafe verurteilt. Er hatte mit den Daten seines Nachbarn kostenpflichtige Pornos im Internet angeschaut.

Der Vorwurf: Verletzung des Briefgeheimnisses. Für das Gericht steht fest: Frank T. mopste aus dem Briefkasten seines Nachbarn ein Schreiben, in welchem unter anderen dessen Kontodaten standen.

Mit diesen ging Frank T. dann in einsamen Stunden im Internet auf die Pirsch - und buchte für 170 Euro Pornofilme und -fotos.

Dumm nur: Er meldete sich mit seinem eigenen E-Mail-Account an. Als der Nachbar die Kosten auf seinem Konto entdeckte und zur Polizei ging, konnten die Experten die Spur leicht zurückverfolgen.

Zur Verhandlung blieb der Anklagestuhl aber leer - Frank T. erschien einfach nicht.

Richter Jürgen Dietel machte dann wortwörtlich kurzen Prozess und verdonnerte den diebischen Porno-Nachbarn zu 3600 Euro Geldstrafe.

Fotos: imago (2)


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