Timo S. von "Gruppe Freital" wollte Justin S. im Knast vermöbeln lassen

Der Freitaler Stadtrat Dirk A. auf dem Weg ins Gericht.
Der Freitaler Stadtrat Dirk A. auf dem Weg ins Gericht.  © Ove Landgraf

Dresden/Zeithain - Am Freitag sind vor Gericht neue Details über den Fall der "Gruppe Freital" ans Licht gekommen. So geht es unter den in Untersuchungshaft Sitzenden offenbar heiß her.

Denn der Hauptangeklagte Timo S. (28) soll im Knast Geld geboten haben, damit der Mitangeklagte Justin S. (19) im Gefängnis verprügelt wird.

Das machte sein Anwalt am Freitag publik und fordert vom Generalbundesanwalt den Schutz seines Mandanten, der in der JVA sitzt.

Justin S. hatte an den ersten Prozesstagen umfänglich ausgepackt und berichtet, das ein Anschlag auf das Oktoberfestzelt, das als Asylunterkunft genutzt wurde, geplant war und auch über Morde diskutiert wurde.

Zudem stellte er Timo S. und Patrick F. (25) als Gruppenchefs dar. Sie sollen mit dem Freitaler NPD-Stadtrat Dirk A. (49) nach Dresden gefahren und das Zelt ausgespäht haben.

Dirk A. erschien am Freitag vor Gericht und verweigerte wie erwartet die Aussage, "weil ich aus den Medien erfahren habe, dass gegen mich ermittelt wird", so der Zusteller. Darauf der Generalbundesanwalt: "Ja. Gegen ihn wird ermittelt wegen des Verdachtes auf Mitgliedschaft in einer Terroristischen Vereinigung". Dann verschwand Dirk A. wieder.

Am Freitag wurde auch klar, dass der Prozess mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht im September beendet sein wird, sondern weitere Verhandlungstermine nötig sind.

Timo S. (re.) wollte Justin S. (li.) offenbar im Knast vermöbeln lassen.
Timo S. (re.) wollte Justin S. (li.) offenbar im Knast vermöbeln lassen.  © DPA

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