Vierfache Mutter mit 50 Messerstichen getötet: Ehemann vor Gericht

Hamburg - Vor dem Landgericht Hamburg beginnt in einer Woche der Prozess wegen des tödlichen Messerangriffs auf eine vierfache Mutter in Altona.

Trauernde haben Blumen und Kerzen vor das Wohnhaus der Getöteten gelegt.
Trauernde haben Blumen und Kerzen vor das Wohnhaus der Getöteten gelegt.  © JOTO (Archivbild)

In dem Hamburger Stadtteil hatte sich Anfang Dezember ein schreckliches Familiendrama abgespielt (TAG24 berichtete). Eine 42-jährige Mutter wurde in ihrer eigenen Wohnung mit Stich- und Kopfverletzungen getötet.

Die Frau hinterließ vier Kinder, nach Informationen der Polizei war ihr elfjähriger Sohn der Erste, der sie fand.

Der Elfjährige und seine drei Geschwister im Alter von 7, 14 und 18 Jahren wurde vom Kriseninterventionsteam des Deutschen Roten Kreuzes betreut und in die Obhut des Jugendamtes gegeben (TAG24 berichtete).

Angeklagt ist nun der damals 49-jährige Ehemann der Frau und Vater zweier ihrer Kinder. Mutter und Vater befanden sich offenbar in einem Sorgerechtsstreit.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem heute 50-jährigen Angeklagten Totschlag vor. Nachdem er das Opfer in seiner Wohnung aufgesucht habe, soll es zunächst zu einem verbalen Streit gekommen sein.

Dann soll der Angeklagte seiner Ehefrau mit einem mitgeführten Messer insgesamt 50 Stich- und Schnittverletzungen im Bereich des Gesichts, des Halses und des Oberkörpers zugefügt haben, an denen das Opfer verstarb.

In diesem Wohnhaus an der Eckernförder Straße ereignete sich die schreckliche Tat.
In diesem Wohnhaus an der Eckernförder Straße ereignete sich die schreckliche Tat.  © JOTO (Archivbild)

Das Ehepaar lebte getrennt voneinander: Die Mutter mit ihren vier Kindern in Altona-Nord, der Vater in Hamburg-Dulsberg. Dort wurde er unmittelbar nach der Tat von Personenfahndern der Polizei festgenommen.

Der neue Lebensgefährte der Vierfach-Mutter sagte der Zeitung: "Sie hatte sich vor einem Jahr von ihm getrennt, er wollte sie umbringen."

Tatsächlich liegt der Oberstaatsanwaltschaft bereits eine Anklage gegen den 49-Jährigen wegen gefährlicher Körperverletzung und Bedrohung vor.

Das Gericht verfügte 2017 noch ein Abstands- und Kontaktverbot, das aber ausgelaufen sei, hieß es weiter.

Am Dienstag, 21. März, beginnt die Hauptverhandlung wegen Totschlags am Landgericht Hamburg. Bis Ende Juli wurden insgesamt zehn Verhandlungstage angesetzt.

Titelfoto: JOTO (Archivbild)

Mehr zum Thema Gerichtsprozesse Hamburg:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0